Personalkosten im Einzelhandel

von Judit Hillemeyer
Freitag, 19. Februar 2010
Die Branchen des Einzelhandels unterscheiden sich deutlich in ihren Personalkosten. Das ermittelte das Institut für Handelsforschung in seiner Branchendokumentation.



Die Differenzen sind vor allem darauf zurückzuführen, dass - je nach Produkt - unterschiedlich intensiv beraten wird. Die Ergebnisse des Betriebsvergleichs 2008 zeigen, dass vor allem Schuh- und Textileinzelhändler hohe Personalkosten bezogen auf den Umsatz tragen. Schuhe und Textilien erfordern besonders guten Service und viel Beratung, erläutert Nicolaus Sondermann, Projektmanager, Institut für Handelsforschung GmbH (IfH).

Der Lebensmitteleinzelhandel habe mit einem starken Preiswettbewerb und knappen Kalkulationen zu kämpfen. "Hier wird eher in große Verkaufsflächen und ein breites Angebot investiert", so Sondermann. Eine Verallgemeinerung von zu hohen Personalkosten im Handel sei vor diesem Hintergrund völlig unzureichend.

Das Institut ermittelte für das Jahr 2008 im inhabergeführten, selbstständigen Lebensmitteleinzelhandel eine Personalkostenquote von 12,4 Prozent des Umsatzes. Darin ist der kalkulatorische Unternehmerlohn für Personengesellschaften enthalten.

Im Möbeleinzelhandel errechneten die Kölner Handelsforscher einen Wert von 17,3 Prozent. Deutlich höher lag der Anteil im Textileinzel- und Schuhhandel mit 21,3 bzw. 22,1 Prozent. Die mit Schmuck und Uhren handelnden Einzelhändler verzeichnen eine Personalkostenquote von 21 Prozent. Weitere Informationen sind unter www.ifhkoeln.de erhältlich. (juh)

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