Attraktivität nach Maß

von Redaktion LZ
Donnerstag, 10. Februar 2005
Die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGFP) hat in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung und unter Mithilfe der Initiative für Beschäftigung ein Tool zur Selbstanalyse und Gestaltung der Arbeitgeber-Attraktivität entwickelt.



Attraktiven Arbeitgebern fällt es leichter, Nachwuchskräfte zu gewinnen und Leistungsträger an sich zu binden als anderen. So ergibt sich für viele Unternehmen die Frage, wie man sich als interessanter Arbeitgeber positioniert und was ein Unternehmen als Arbeitgeber eigentlich attraktiv macht.

Eine Antwort darauf verspricht das Softwaretool "Cockpit Arbeitgeber-Attraktivität". Das neue Instrument besteht aus einer CD-ROM und einem Bedienerhandbuch.

Zielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern, die ihre Arbeitgeber-Attraktivität prüfen und neu justieren möchten. Das Softwaretool unterstützt bei der Rekrutierung und Bindung von qualifizierten Fachkräften, indem es selbstständige Einschätzung, Gestaltung und Steuerung der "Arbeitgeber-Attraktivität" ermöglicht.

So versetzt das Tool die Verantwortlichen im Unternehmen in die Lage, eigenständig eine Mitarbeiterbefragung durchzuführen und die Ergebnisse mit aktuellen Benchmarks zu vergleichen.

Mitarbeiterdaten erheben

Das Instrument zur Selbstanalyse ist modular aufgebaut: Modul 1 bietet das methodische Grundkonzept. Modul 2 liefert alle notwendigen Tools für die Erhebung von Daten durch die Befragung von Mitarbeitern und Führungskräften, Personalleitern und externen Kennern des Unternehmens.

Für die Interpretation der Befragungs-Ergebnisse beinhaltet das Tool aktuelle Benchmarks. Modul 3 ergänzt das Paket um eine umfangreiche Aktionsdatenbank zur Gestaltung der Arbeitgeber-Attraktivität und konkrete Tipps für den Abbau von Defiziten.

Die Durchführung erfolgt in den sechs Phasen Planung der Befragung, Rücklaufmanagement (die Eingabe und Kontrolle des Rücklaufes zeigt, ob Bedarf an zusätzlicher Kommunikation zur Steigerung der Beteiligung besteht), Dateneingabe, Auswertung der Ergebnisse und Präsentation sowie Maßnahmen.

Die Ergebnisse zu Kommunikationskanälen und zur wirtschaftlichen Situation sowie die Zusammensetzung der Befragung nach Position, Geschlecht, Dienstjahren, Arbeitszeit werden automatisiert ausgewertet.

Ersichtlich werden daraus das Gesamtengagement, die Übersicht aller Fragen, Auswertung aller kritischer Themen, Priorisierung und Zusammenfassung sowie Engagement-Kurven innerhalb des Unternehmens.

Die Handhabung des Software-Tools ist nach Angaben der Entwickler einfach und folge der Grundidee der "Hilfe zur Selbsthilfe". Dazu arbeiten die Verantwortlichen mit den vertrauten Officeprogrammen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Adobe-Reader.

Eine ausführliche Navigationsdatei unterstützt und leitet Schritt für Schritt in jeder Stufe an. Zusätzliche Investitionen in die IT-Infrastruktur des Unternehmens oder in mit der Anwendung des Instrumentes betraute Mitarbeiter seien nicht notwendig. Ebenso wenig ein Beratereinsatz oder eine Teilnahme an Verbund- bzw. Benchmarking-Projekten. (ba)

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