Präsentismus kommt teuer zu stehen

von Redaktion LZ
Freitag, 10. Juni 2011
LZnet. Wer sich krank an den Arbeitsplatz schleppt, schadet seinem Unternehmen. Das legt eine Studie von Booz & Company nahe. Darin wird ein durch reine Fehlzeiten bedingter Betrag von 1.197 Euro pro Mitarbeiter und Jahr errechnet. Der aber erfasse nur rund ein Drittel der Kosten, die tatsächlich in deutschen Unternehmen durch Krankheit anfallen.
Der erheblich höhere Teil entstehe dadurch, dass Arbeitnehmer trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen. Ihre eingeschränkte Einsatzfähigkeit vermindere die Arbeitsqualität, erhöhe die Fehleranfälligkeit und die Anzahl von Unfällen. Eine Verzögerung der Genesung könne sogar zu chronischer Erkrankung und Burn-out führen.

Die Kosten für diesen sogenannten Präsentismus lassen sich der Studie zufolge auf jährlich 2.394 Euro pro Kopf beziffern. Für den Arbeitgeber stiegen damit die krankheitsbedingten Kosten auf 3.591 Euro pro Mitarbeiter.

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