Länge der Probezeit

von Judit Hillemeyer
Freitag, 03. März 2006
Personaler halten eine Verlängerung der Probezeit nicht für sinnvoll. Das ist ein Teilergebnis einer Umfrage, die das Weiterbildungsinstitut IIR Deutschland im Vorfeld seines Personalkongresses MUWIT durchgeführt hat. Befragt wurden dreißig Entscheider in Personalabteilungen mittelständischer und Großunternehmen zur Zukunft von Personalentwicklung und Unternehmensführung.



Der gegenwärtige Entwurf der Bundesregierung, die Dauer der Probezeit von einem halben Jahr auf zwei Jahre zu verlängern, kommt bei den Personalentwicklern nicht gut an: Zwei Drittel halten diesen Schritt für nicht sinnvoll.

Loyalität ist nicht gefragt

Befragt nach den Kriterien oder Eigenschaften, durch die sich ein Topmitarbeiter von einem durchschnittlichen Mitarbeiter abhebe, nannten die Personalentscheider: Zielorientierung, Kreativität und Unternehmertum. Weniger wichtig seien Loyalität (drei Prozent) und eine bessere Ausbildung (zwei Prozent).

Der gängigen Einschätzung, an Weiterbildung werde in einem Unternehmen zuerst gespart, widerspricht ein weiteres Teilergebnis der Umfrage: Im letzten Jahr wurde das Weiterbildungsbudget in den Unternehmen entweder erhöht oder blieb unverändert. Nur 17 Prozent reduzierten hier ihre Ausgaben.

Kein Entscheider stellte in der Umfrage die künftige Rolle der Personalentwicklung in Frage: 79 Prozent beobachteten derzeit eine wachsende Bedeutung der Personalentwicklung in ihrem Unternehmen. 21 Prozent stuften sie immerhin als konstant ein.

Die ausführlichen Ergebnisse stellt IIR auf der Muwit (4. bis 5. April 2006 in Wiesbaden). Muwit gilt seit zehn Jahren als einer der Treffpunkte für Führungskräfte der Personalentwicklung und Weiterbildung. (juh)

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