Wenig Erfolg für AMS-Projekt

von Judit Hillemeyer
Freitag, 01. September 2006
Die Vermittlung von Arbeitslosen an die Handelsketten Billa und Merkur bei gleichzeitiger Übernahme der vollen Lohnkosten durch das Arbeitsmarktservice (AMS) sei gescheitert. Das berichtet OÖNachrichten und bezieht sich dabei auf einer Meldung der Zeitung "Die Presse".



Mindestens 25 Prozent, so der Wunsch des AMS, sollten danach einen fixen Job erhalten. Geworden seien es aber nur 10 Prozent.

Beim deutschen Handelsunternehmen Rewe, der Mutter von Billa und Merkur, sei man sich keiner Schuld bewusst: "Wir haben keine einzige Arbeitskraft durch einen vermittelten Wiedereinsteiger ersetzt", so Rewe Österreich-Chef Lenz in der "Presse".

Man habe durchaus gute Absichten gehabt, hätte auch gerne mehr Mitarbeiter übernommen. Viele der gesendeten Arbeitslosen seien "völlig branchenfremd", hieß es.

Einen Großteil der Kandidaten - jene, die kaum Deutsch sprechen - habe man gleich am ersten Tag wieder heimschicken müssen. Merkur in Wien seien 190 Leute zugeteilt worden, aus denen das Unternehmen eine Auswahl treffen hätten sollen. (juh)

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