Recruiting Ja zu Handy-Bewerbung

von Julia Wittenhagen
Montag, 26. September 2016
Statt über unbesetzte Ausbildungsplätze zu klagen, legt der Geschäftsführer der Plattform meinestadt.de Betrieben ans Herz, Bewerbungen per Smartphone zuzulassen.

"Die meisten Jugendlichen haben nicht nur ein Smartphone, sondern legen es auch kaum aus der Hand", weiß meinestadt.de-CEO Georg Konjovic. "Unternehmen sollten sich daher an diesen neuen Kanal gewöhnen und ihn in ihr Bewerbermanagementsystem integrieren", ist er überzeugt. Sein Wissen bezieht er aus eigener Marktforschung und Gesprächen mit über 100 Jugendlichen, die meinestadt.de im Vorfeld der Entwicklung ihrer Azubi-App "Talent Hero" angestoßen hat, "der ersten App für das gesamte Bewerbungsverfahren".

Denn mit Stellenmärkten im nicht-akademischen Bereich und Ausbildungsbörsen verdient die Plattform ihr Geld. "Die Informationsquellen von Jugendlichen sind sehr einfach und den größten Einfluss auf die Berufswahl hat der Freundeskreis", glaubt Konjovic. Zu Berufen wie Systemgastronom oder Karrierewegen im Handel fehle aber oft jegliche Information. Hier können Eignungstests auf die Sprünge helfen.

Seine App verknüpft diese direkt mit der Erstellung eines Bewerberportfolios, indem Zeugnisse fotografiert und Lebensläufe eingetippt werden. "Dann müssen Interessenten nicht erst an den PC der der Eltern gehen, obwohl sie mit dem Handy viel vertrauter sind."

Die App schneidet Bilder zu und mailt den gesamten Datensatz an das Unternehmen. "Wir haben seit dem Start von Talent Hero vor einigen Wochen ohne jede Werbung schon über 1.000 Bewerbungen generiert. Das zeigt uns doch, dass mit den üblichen Bewerbungswegen etwas nicht stimmt und mehr Aktivierung möglich ist", ist Konjovics Botschaft an alle, die noch suchen.

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