Rewe Dortmund senkt Unfallquote

von Christiane Düthmann
Donnerstag, 16. Mai 2013
Rewe Dortmund hat ein elektronisches System zur Mitarbeiterunterweisung in Sachen Arbeitssicherheit installiert. Seitdem haben sich die Unfallzahlen halbiert.
Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, hat Rewe Dortmund Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit neu strukturiert. Besonders im Bereich "Unterweisung" sah das Handelsunternehmen Nachholbedarf. Lagermitarbeiter wurden bislang mündlich mithilfe von Powerpoint-Dateien geschult, für die Angestellten in der Verwaltung existierten gar keine Unterlagen.

2009 testete man das elektronische Unterweisungssystem "Sam" des Softwarehauses Secova. Seit Oktober 2010 ist es für alle rund 2.000 Beschäftigten der Rewe Dortmund im Einsatz. Seither sei die Zahl der Arbeitsunfälle um etwa die Häfte gesunken, zieht der Projektverantwortliche Carsten Schumacher ein positives Fazit.

Jeder Mitarbeiter kann die für ihn vorgesehenen Schulungen direkt am Computer erledigen und selbst bestimmen, wann er sie innerhalb der vorgeschriebenen Fristen durcharbeitet. Für die Beschäftigten ohne PC, etwa Lagerarbeiter oder Berufskraftfahrer, gibt es einen eigenen Schulungsraum. Eine Einheit dauert etwa 15 Minuten. Am Ende wird mit ein paar Fragen überprüft, ob alles Wichtige auch wirklich verstanden wurde. Vorgesetzte können mit wenigen Mausklicks den Unterweisungsstand ihres Teams abfragen.

Das System sei benutzerfreundlich, flexibel, spare Zeit und genieße "von Pförtner bis Vorstand" hohe Akzeptanz, lobt Schumacher. So seien schon im zweiten Anwendungsjahr 83,3 Prozent der vorgesehen Schulungseinheiten tatsächlich durchgeführt worden.

Das Grundpaket für die Softwarelösung habe 57000 Euro gekostet. Für die Wartung falle jährlich ein fünfstelliger Betrag an. (cd)

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