Mitarbeiter an der richtigen Stelle einplanen

von Judit Hillemeyer
Freitag, 08. Dezember 2006
Foto: LZ_Archiv
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Die elektronische Personaleinsatzplanung gewinnt weiter an Bedeutung. Einzelhändler der Rewe Dortmund installieren sukzessive das PEP-Fechtig-Programm.



In sechzehn Märkten wurde das Programm in diesem Jahr installiert. Weitere 50 bis 60 Läden folgen 2007. Nach Möglichkeit soll die Lösung in allen 311 Märkten der 237 selbstständigen Partner eingesetzt werden. Um die Unternehmer von Potenzial und Wirkung der PEP-Lösung zu überzeugen, veranstaltet die Dortmunder Genossenschaft spezielle Workshops.

Stift und Papier adé

"Bis dato haben laut der internen Umfrage unter den Selbstständigen lediglich 20 Prozent ihre Personaleinsatzplanung elektronisch - meistens mittels Excel organisiert", erläutert Heiko Vöhl, Personalreferent und Projektleiter der Rewe Dormund den Status quo. 20 Prozent der Befragten arbeiten mit verschiedenen EDV-Systemen.

Der Großteil, sprich mehr als 50 Prozent, rechnet mit Stift und Papier. Der Zeitaufwand liegt laut Umfrage im Schnitt zwischen 30 Minuten und zwei Stunden pro Woche, mit wenigen extremen Ausreißern nach unten (15 Minuten) und bis zu sechs Stunden nach oben.

Auf dem Wunschzettel der Selbstständigen stand eine elektronische Personaleinsatzplanung per Knopfdruck. Unter dieser Prämisse kam in Dortmund - mit Unterstützung der Handelsberater von BBE in Münster - PEP Fechtig zum Zuge. Dafür hatten sich in diesem Jahr unter anderem auch Markant Nordwest, Kaes sowie Famila Süd entschieden.

Miarbeiter einbeziehen

"Die EDV-gestützte Lösung erleichtert nicht nur die Arbeit, sondern ist auch wirtschaftlich sinnvoll", sagt Günter Filips, Inhaber von vier Märkten und Mitglied des Rewe-Aufsichtsrates in Dortmund. Sein Sohn Peter organisiert in seinem Markt mit PEP Fechtig den Arbeitseinsatz von 47 Angestellten, die überwiegend in Teilzeit beschäftigt sind.

Wichtig ist ihm, "die Arbeitzeitwünsche seiner Mitarbeiter weitgehend in der wöchentlichen Planung zu berücksichtigen". Um mit Hilfe der EDV tatsächlich einen Arbeitsplan auf Knopfdruck zu erstellen, müssen in den ersten drei bis vier Monaten Zeit und Muße in das Programm investiert werden, damit es optimal läuft, so Peter Filips.

Anschließend amortisiere sich das System schnell, so BBE-Handelsberater Claus Holtmann, wenn durch gezielte Planung der Service erhöht und der Umsatz gesteigert wird.

Der Einsatzplan dokumentiere pro Mitarbeiter primäre Tätigkeiten, mit klaren Zeitvorgaben. Diese Detaildarstellung wird automatisch erstellt. Leerläufe im täglichen Geschäft werden damit transparent. Häufig orientiert sich der Einzelhandel beim Personalbedarf an Umsatzvolumen und Kundenfrequenz.

Das sind nicht die primären Systemtreiber der PEP-Fechtig-Lösung. Sie greift direkt in die Arbeitsorganisation ein. Eine abteilungsgenaue Kosten- und Ertragsrechnung ist integriert. Damit lasse sich die tatsächliche Produktivität aller Abteilungen auch im Vergleich mit anderen Märkten messen. (juh)

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