Arbeitgeber-Kampagne Rewe powert fürs Arbeitgeber-Image

von Silke Biester
Freitag, 27. Februar 2015
Kampagne: Der neue Auftritt soll die Bewerberzahl steigern. Die Übernahmegarantie ist ein Lockmittel für Azubis.
LZ-Screenshot
Kampagne: Der neue Auftritt soll die Bewerberzahl steigern. Die Übernahmegarantie ist ein Lockmittel für Azubis.
Mit einem bunten Strauß von Aktivitäten will die Rewe Group den Zustrom neuer Mitarbeiter sichern. Die Wahrnehmung des Rewe-Vollsortiments als Employer Brand steht im Mittelpunkt.
Ende Februar startet die Rewe Group die Arbeitgeberkampagne 2015 für den Supermarktbereich. Sie zielt vor allem auf die Suche nach Auszubildenden und Servicekräften für die Frischetheken.

Mit verändertem Layout und Slogan macht der Händler auf Plakaten, in Zeitschriften, in den eignen Märkten und online auf sich aufmerksam. "Arbeiten, wo das Leben spielt" und "Ausbildung, wo das Leben spielt" heißt das aktuelle Motto ab sofort.

Kurzfristig soll damit die Zahl an Bewerbern gesteigert werden. Diesen Effekt habe man bereits mit den vorangegangenen Kampagnen erreicht, berichtet das Unternehmen. Langfristig soll das Image als "attraktiver und zuverlässiger Arbeitgeber im Lebensmittelhandel" weiter auf- und ausgebaut werden.

Übernahmegarantie und Speeddating soll Jugend locken

Zentrale Themen sind die Übernahmegarantie für Azubis "bei guten Leistungen", die zahlreichen Karrieremöglichkeiten, Nachhaltigkeit, Teamarbeit und Teilzeit.

Bei Facebook ist das neue Outfit der Kampagne bereits vor dem umfassenden Start sichtbar: Im Bereich Rewe Karriere tauchte er seit Ende Januar bereits auf, um für den Rewe Karriere-Check sowie verschiedene Bewerber- und Azubitage sowie ein Speed-Dating zu werben.

Um den Effekt noch zu verstärken, will Rewe die bestehende Mannschaft zu "Botschaftern" für sich als Arbeitgeber machen. Beschäftigte, die einen neuen Kollegen für die Gesellschaft vermitteln, in der sie selbst tätig sind, werden mit 500 Euro belohnt.

Ganz neu ist der Ansatz nicht, doch auch diese interne Kampagne wird parallel zur externen frisch aufgelegt. Der Anreiz wurde erhöht: Bis vor kurzem gab es für die erfolgreiche Stellenbesetzung nur 300 Euro.

Neben der Suche nach Auszubildenden für die Märkte, Logistik und Verwaltung stehen auch hierbei vor allem Servicekräfte für die Bedienungstheken im Fokus.

Audit Beruf und Familie startet in Filialen

Nahezu zeitgleich startet der Lebensmittelhändler eine Befragung bei allen Ausbildern und Azubis. Damit sollen zum einen die Meinungen des Nachwuchses zu unterschiedlichen Fragestellungen zusammengetragen werden. Zum anderen geht es darum, besondere Talente zu erkennen und besser zu fördern.

Aus RIS wird Rewe Systems "Du hältst Schnittstellen nicht für einen ärztlichen Notfall und Suse, Debian und Tizen nicht für die Nachbarskinder?" fragt Rewe Systems potenzielle Bewerber auf der Karriere-Site. Seit Jahresbeginn tritt die Technologie-Tochter unter diesem neuen Namen auf. Zuvor präsentierte sich der hauseigene Dienstleister Rewe-Informations-Systems mit dem Logo "RIS". Die Umfirmierung soll vor allem die Suche nach IT-Talenten unterstützen und das Arbeitgeberprofil schärfen. Denn für Außenstehende war der Name RIS weitgehend unbekannt und der Zusammenhang mit der Rewe Group nur schwer zu erkennen. Das soll in Zukunft schneller und eindeutiger sein und so in die Arbeitgebermarke einzahlen.


Damit die neu gewonnenen Kollegen dem Unternehmen möglichst lange erhalten bleiben, feilt Rewe weiter an Mitarbeiterbindung und –zufriedenheit. Ebenfalls im Februar fiel deshalb der Startschuss für den Auditierungsprozess "Beruf und Famile".

Der Händler strebt an, "die gleichen familienorientierten Maßnahmen für alle Filialen zwischen Flensburg und den Alpen" einzuführen. Das unabhängige Zertifizierungsunternehmen "Berufundfamilie gGmbH" unterstützt die Gruppe bei der Entwicklung standardisierter Ziele und wird die Umsetzung kontrollieren.

Die Teilnahme der selbständigen Kaufleute an dem System ist freiwillig, wird von der Zentrale allerdings "ausdrücklich gewünscht". Denn der Aufbau einer Employer Brand wirkt langfristig nur dann, wenn die Regeln für die Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Märkten wirksam sind.

(sb)

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