Rewe International AG Rewes clevere Wachstumsstrategie

von Redaktion LZ
Donnerstag, 21. November 2013
YBF bei Rewe International
T. Fedra
YBF bei Rewe International
Mit ihrem Hausnamen tritt die Rewe International AG nicht auf dem österreichischen Markt auf. Der LEH-Marktführer, der hierzulande 8 Mrd. Euro Umsatz und inklusive der Auslandsmärkte rund 13 Mrd. Euro Umsatz schafft, ist in Österreich mit den Billa-Super-, den Merkur-Verbrauchermärkten, dem Discounter Penny und Bipa-Drogerien präsent. "Wir können mit dieser Mehrmarken-Strategie den österreichischen Markt stärker abschöpfen als mit Monobrands", erläuterte Rewe International-Chef Frank Hensel den 95 Teilnehmern der YBF. Jede Vertriebslinie würde sich differenzieren.


Beispielsweise mit Bio-Ware. "Der Trend zu Bio ist ausgeprägt, unser Label "Ja natürlich" ist die stärkste Eigenmarke in Österreich", betonte Hensel. Auch mit dem Ausbau regionaler Sortimente und Nachhaltigkeit profiliert sich das Unternehmen, das über 1.000 Billa-Märkte betreibt. "Bei einer solch großen Filialanzahl ist eine Netto-Expansion kaum noch möglich, daher geht die Tendenz zu einem qualitativen Wachstum mit Frischefokus und auch Eigenmarken", skizzierte Hensel die Herausforderungen.

Derzeit werden die Billa-Märkte modernisiert. "Es ist nicht einfach, diesen Markt zu verteidigen, gleichwohl ist uns das in den vergangenen Jahren gut gelungen", zeigte sich Hensel gelassen, dass nun Hofer mehr Topmarken listet. Er will die Stärken des Vollsortiments ausspielen.

Rewe ist mit Kundenkarten-Systemen, die über acht Millionen Mitglieder haben, gut verankert und agiert darüber hinaus preisaggressiv. Die Wiener Neudorfer haben die Discounter auch mit der Best-Preis-Garantie und hohen Rabatten auf Abstand gehalten.

Neue Konkurrenz tut sich im Internet auf. Rewe agiert mit Bipa, Billa und Merkur im Netz. "Online ist eine andere Welt", so Hensel. Am weitesten sei Bipa mit seiner Cross-Channel-Strategie. Im Netz falle der Warenkorb sechsmal höher aus als stationär, sagte Bipa-Geschäftsführer Dietmar Gruber. Geld verdient Bipa zwar noch nicht, sammelt aber online seit zwei Jahren Erfahrung. Doch auch dm startet nun online. "Das sehen wir sportlich und setzen alles dran, unseren Vorsprung auszubauen", betonte Gruber.

Während sich Merkur online auf die Zustellung für Gewerbetreibende mit höheren Bons konzentriert, beliefert Billa LEH-Kunden im Raum Wien. "Online wird nicht unbedingt ein neues Geschäftsfeld, doch wir wollen dabei sein", sagte Billa-Chef Volker Hornsteiner. Billa überlege, das Angebot in weitere Städte auszubauen.

(acm/sb)

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