Hürden der russischen Bürokratie

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 09. April 2009
Die russische Bürokratie kann deutsche Mittelständler bei ihrem Russlandgeschäft viel Zeit, Geld und Nerven kosten.



Alle in Russland registrierten Tochterunternehmen und Repräsentanzen sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine Buchhaltung zu führen sowie den russischen Behörden quartalsweise und umfassend über ihre Geschäftstätigkeit zu berichten. Diese Pflicht besteht auch dann, wenn keine kommerzielle Tätigkeit ausgeführt wird und keine Einnahmen erzielt werden.

Ob bei der Verbuchung der täglichen Geschäftstransaktionen, der Lohnbuchhaltung oder der quartalsweisen Erstellung der Steuer-, Sozialversicherungs- und Statistikberichte, die Praxis des russischen Rechnungswesens gestaltet sich um ein Vielfaches bürokratischer und zeitaufwendiger als in Deutschland.

Für deutsche Fach- und Führungskräfte, die in Russland arbeiten wollen, müssen außerdem alljährlich Arbeitserlaubnis und Arbeitsvisum beantragt werden. Sowohl die Arbeit der deutschen Geschäftsführung vor Ort als auch die Kontrolle durch das Mutterunternehmen in Deutschland werden durch ungewohnte Vorschriften, unklare Zuständigkeiten, eine sich ständig ändernde Rechtslage, Mentalitätsunterschiede und nicht zuletzt durch Sprach- und Verständigungsprobleme zusätzlich erschwert.

Referent ist Herr Philipp Rowe, Geschäftsführer von Rufil Consulting. Fragen können ab sofort per E-Mail an expertenfragestunde@imoe.com oder telefonisch am 25. Mai zwischen 10-13 Uhr und 15-17 Uhr unter +49 (0)511 2348454 gestellt werden. (juh)

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