San Lucar schickt Freiwillige in die weite Welt

von Christiane Düthmann
Donnerstag, 27. Juni 2013
Die Freiwilligen packen kräftig mit an.
San Lucar
Die Freiwilligen packen kräftig mit an.
San Lucar hat ein internationales Austausch- und Freiwilligenprogramm aufgelegt. Damit will das Unternehmen ausgewählten Mitarbeitern ermöglichen, Erfahrungen in einem seiner Anbauländer zu sammeln.
Das Ganze sei kein Urlaub auf Firmenkosten, sondern durchaus mit Arbeit verbunden, betont Pressesprecherin Charlotte Stojan, die im August selbst einen einmonatigen Aufenthalt in Ecuador antritt. Die Kandidaten sollen vielmehr die Standorte kennenlernen und mit anpacken. Für sie persönlich heißt das unter anderem: eine Woche Arbeit auf einer Bananenplantage.

Um in das Programm aufgenommen zu werden, müssen sich die Mitarbeiter intern bewerben und ihre Motivation darlegen. Eine Jury aus Personalern und Verantwortlichen für Corporate Social Responsibility wählt die Kandidaten aus. Zu den Kriterien gehören Erfahrungen in ehrenamtlichem Engagement, Kenntnisse der Landessprache, Reife, Kreativität, Eigeninitiative und Selbstständigkeit.

Kandidaten brauchen Sprachkenntnisse und Reife

Pro Freiwilligem investiert San Lucar 3.500 Euro, unter anderem für Reisekosten, Unterkunft und Versicherungen. Zehn Tage ihres Jahresurlaubs setzen die Mitarbeiter ein, außerdem müssen sie für ihre Verpflegung selbst aufkommen. Bewerben können sich Beschäftigte aus Puzol bei Valencia und Ettlingen, derzeit sind das etwa 200 Personen. 2013 wollten 18 dabei sein, sechs wurden ausgewählt.

Die Aufgabe der Freiwilligen soll einerseits zu ihren Jobs passen, andererseits aber auch den Bedürfnissen des jeweiligen Gastlandes gerecht werden. So unterstützte beispielsweise Marie Schaper aus der Marketingabteilung im vergangenen Jahr für einen Monat das Hilfsprojekt „The Homestead“ in Kapstadt und richtete eine neue Facebook-Seite für die Nichtregierungsorganisation ein.

„Für uns ist das definitiv Personalentwicklung und kein bloßes Incentive“, ordnet Charlotte Stojan die Maßnahme ein. Sie ist sicher, dass sie darüber hinaus ein positives Signal in Sachen Arbeitgeberattraktivität setzt. „Für unsere Kollegen ist das Programm eine tolle Möglichkeit, in einer fremden Kultur ihren Horizont zu erweitern und ihre tägliche Arbeit einen Monat lang aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten“, sagt San-Lucar-Inhaber Stephan Rötzer. Langfristig solle es dem gesamten Unternehmensnetzwerk angeboten werden. Profitieren sollen „Partner, Kunden und Mitarbeiter weltweit“. (cd)

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