"Nachmittags so frisch wie morgens"

von Redaktion LZ
Freitag, 31. März 2006
Dr. Bernhard Kallup, Vorstandsvorsitzender der Sedus Stoll AG, Foto: Sedus
Dr. Bernhard Kallup, Vorstandsvorsitzender der Sedus Stoll AG, Foto: Sedus
LZ: Schlafforscher und Mediziner raten zum Nickerchen nach dem Essen - auch im Büro. Sie haben den passenden Bürostuhl dafür entwickelt. Wie funktioniert er?



Dr. Bernhard Kallup: Der Drehstuhl Sedus 'open up' ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Bürostuhl. Zu seinen Ausstattungen gehören eine dynamische Rückenlehne, eine Höhenverstellung, eine Nackenstütze und Optionen wie Sitzneigung und dreidimensional verstellbare Armlehnen.

Seine Besonderheit ist sein extrem großer Rückenlehnen-Öffnungswinkel von bis zu 45 Grad, der das Arbeiten in fast lümmelnder Haltung ermöglicht. In Kombination mit einer Beinablage, dem Work Assistant, wird er zum Liegestuhl für das Nickerchen im Büro. Er ermöglicht außerdem das Arbeiten im Sitzen, Liegen und auch im Stehen.

 LZ: Ist der Stuhl ergonomisch an unterschiedliche Körpergrößen und -gewichte anpassbar?

Kallup: Selbstverständlich. Er verfügt über eine Rückenlehne mit weit verstellbarer und neigbarer Nackenstütze und zwei Sitzgrößen. Die dorsokinetische Aufhängung der Rückenlehne unterstützt alle Dreh- und Seitwärtsbewegungen des Oberkörpers.

Brüroschlaf mit System, Foto: Sedus
Der Anlehndruck ist individuell einstellbar, die Lordosenstütze in der Höhe verstellbar. Die Sitzhöhenverstellung hat ein großes Spektrum und ist dazu mit einer Sitztiefenfederung, auch in unterster Sitzposition, ausgestattet. Das verhindert Wirbelsäulenstauchungen beim Hinsetzen.

 LZ: Wäre solch ein Drehstuhl auch für Großraumbüros geeignet oder nur für Einzelzimmer, wo man unbeobachtet schlummern kann?

Kallup
: Das hängt davon ab, wie die Haltung des jeweiligen Unternehmens zum Thema Büroschlaf ist. Wenn ihn eine Firma legalisiert und propagiert, liegt es an der Belegschaft, das Angebot anzunehmen und auch zu praktizieren. Im Großraumbüro mag das etwas Überwindung kosten, aber ich denke, das sich erste Vorbehalte schnell egalisieren.

 LZ: Glauben Sie, dass ein solcher Drehstuhl Chancen am Markt hat?

Kallup: Schon viele unserer Kunden haben die positive Wirkung des Power-Naps erkannt. Die Verkaufszahlen sprechen für eine wachsende Hoffähigkeit des mittäglichen Büroschlafs.

Wir haben deshalb auch Folgemodelle konsequent mit großen Öffnungswinkeln ausgestattet und in Summe schon über 500 000 Stühle mit dieser Funktion verkauft.

Die Siesta, traditionell nur in Südeuropa zu Hause, findet auch in unseren Breitengraden immer mehr Anhänger. Ich selbst gehöre auch zu diesen und kann sie jedem empfehlen.

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