Berufsausbildung mit Zuckerl

von Judit Hillemeyer
Freitag, 16. Oktober 2009
Spar startet im Oktober wieder mit 900 Berufsanfängern. Insgesamt bildet das Handelsunternehmen in Österreich 2.700 Lehrlinge aus.



Die Vertriebslinien Spar, Interspar und Hervis bieten 14 verschiedene Lehrberufe - an mehr als 1.400 Standorten. Jeder zweite Lehrling im österreichischen Lebensmittelhandel werde von Spar ausgebildet, so die Unternehmenszentrale in Salzburg.

In den vergangenen Monaten warb das Unternehmen um Schulabgänger. Um sich als Arbeitgeber einen Namen zu machen, bietet Spar den Auszubildenden verschiedene "Zuckerl" an: So erhalten besonders engagierte Jugendliche die Möglichkeit eines Auslandspraktikums - beispielsweise in England. Dies nutzen jährlich rund 45 Lehrlinge.

Leistung soll sich lohnen. So zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Lehrlingsgehalt bei außergewöhnlichen Praxisleistungen je nach Lehrjahr bis zu 140 Euro pro Monat. Für gute Berufsschulzeugnisse gibt es Prämien bis zu 218 Euro. Wer in der gesamten Lehrzeit ausschließlich gute Praxisbeurteilungen und auch in der Schule gute Noten erzielt, bekommt den B-Führerschein bezahlt. Heute freuen sich insgesamt 105 junge Mitarbeiter über eine solche Fahrerlaubnis.

Weiterführende Förderung

Am Ende der Lehre stehen verschiedene Karrierewege offen. Besonders beliebt ist das Angebot "Lehre und Matura". Derzeit verbinden 240 junge Angestellte ihre Berufsausbildung mit dem Erwerb der Hochschulreife. Bislang haben 48 Teilnehmer das Programm erfolgreich absolviert.

Geeignete Abiturienten werden gesondert gefördert. Im Januar startete Spar erstmals ein Trainee-Programm für Abiturienten. 18 Monate dauert der Lehrgang, der sowohl eine praktische als auch theoretische Ausbildung umfasst. Ziel ist es, diese Personen auf leitende Positionen vorzubereiten.

Die Trainee-Ausbildung setzt sich aus zwei Segmenten zusammen: Die Basis ist eine praktische Ausbildung mit "Learning on the Job" in "Best-Practice"-Filialen. Dafür stehen verschiedene Ausbildungsbetriebe zur Verfügung. Zusätzlich wird theoretisches Wissen in spezifischen Lehrgängen vermittelt. Die Schwerpunkte liegen unter anderem bei Mitarbeiterführung, Betriebswirtschaft, Controlling, Laden- und Sortimentsgestaltung, Arbeitsrecht und Marketing. Nach einem Auswahlverfahren starteten zwanzig Trainees. (juh)

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