LZ Karrieretag Startschuss für den Jobeinstieg

von Redaktion LZ
Donnerstag, 02. Juli 2015
Renommierte Unternehmen aus Handel und Industrie präsentierten sich beim siebten LZ Karrieretag in Frankfurt. Interessierte und gut vorbereitete Studenten nutzten die Gelegenheit, mit potenziellen Arbeitgebern persönliche Kontakte zu knüpfen.


"Hinter schillernden Marken steckt verdammt viel Arbeit". Volkmar Schwenk, Direktor Trade Marketing Ferrero, ist weit davon entfernt, die Markenartikelindustrie zu idealisieren. Sein Vortrag über "Neue Visibilität am POS" zeigt den Studenten die vielen Facetten des Trade Marketings. Ein zukunftsweisender Ansatz ist die Nutzung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse, mit denen Ferrero den verborgenen Motiven der Shopper auf die Schliche kommen will.

Auch im Handel geht es um Details. "Wir verhandeln die vierte Stelle hinter dem Komma", schildert Dirk Eßmann den Einfluss kleinster Stellschrauben auf Umsatz und Ertrag. Der Geschäftsbereichsleiter Trockensortiment der Edeka veranschaulicht anhand der viralen "Supergeil"-Kampagne, wie das Handelsunternehmen seine Eigenmarken im Bewusstsein der Konsumenten verankert. 14 Millionen mal wurde das Video auf Youtube angeklickt. "Das ist für den LEH ein hervorragender Wert, auch im europaweiten Maßstab", so Eßmann.

Kein Wunder, dass Edeka nachlegt – unter anderem mit dem neuen Youtube-Channel Yumtamtam, der Dienstags, Donnerstags und Sonntag um 16 Uhr läuft. So will man die junge Zielgruppe erreichen, die sich vom Medium Fernsehen bereits verabschiedet hat.

"Von Marktanteilen wie Edeka können wir nur träumen", schlägt Lars Wöbcke, Communications & Corporate Marketing Direktor bei Nestlé, den Bogen zurück zur Markenartikelindustrie. Und das, obwohl sein Arbeitgeber als größter Food-Hersteller der Welt täglich eine Milliarde Produkte verkauft. "Markenpflege auf allen Kanälen" ist Wöbckes Thema. Brand Building bei Nestlé funktioniert "nach weltweit einheitlichen Strukturen, in denen unser ganzes Markenwissen steckt", erklärt er den Studenten. Ein Job für Strategen, die "disziplinierte Kreativität" mitbringen, wie der Referent es formuliert. "Weder kreative Spinner noch uninspirierte Erbsenzähler werden bei uns glücklich."

Das dürfte ebenso für die Metro gelten. Die dortigen Chancen für Frauen skizziert Veronika Pountcheva, Managing Director Metro Cash & Carry Bulgarien. Der Konzern will binnen zwei Jahren jede vierte Führungsposition mit einer Frau besetzt haben und setzt dafür
auf Mentoringprogramme und Netzwerke für den weiblichen Management-Nachwuchs.

Interessiert und bestens vorbereitet: So lautet das einhellige Urteil der
Aussteller über die Teilnehmer beim LZ Karrieretag. "Hier treffen wir auf
wirklich branchenaffine junge Leute", sagt etwa Andreas Dold, Regionalgeschaftsführer bei Aldi Süd. Merle Meier-Holsten, Marketing Managerin bei Mondelez, freut sich über den Dialog mit den "Digital Natives" und den Marketeers von morgen. Die Studenten finden bei den rund zwei Dutzend Ausstellern aus Handel und Industrie ebenfalls genau das, was sie suchen: Informationen aus erster Hand über Startchancen in einer spannenden Branche. (cb/sb)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats