Angstpatienten

von Judit Hillemeyer
Freitag, 27. Oktober 2006
Trotz sinkender Krankmeldungen steigen die Arbeitsunfähigkeitszeiten und Frühverrentungen aufgrund psychischer Erkrankungen dramatisch.



"Psychische Krankheiten werden häufig übersehen und nicht behandelt", kritisiert Prof. Dr. Rainer Richter, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK)."

Der Hausarzt erkennt nur 34,4 Prozent aller Patienten mit einer generalisierten Angststörung (Depression 64,3 Prozent). Nur 10 Prozent erhalten eine richtige Behandlung oder Überweisung zum Psychotherapeuten.

Angstpatienten sind teuer. In den vergangenen zwölf Monaten besuchte ein Patient mit generalisierter Angststörung durchschnittlich 11,2-mal einen Arzt. Erkrankte fehlen am Arbeitsplatz ebenso häufig und lange wie Patienten mit Diabetes, einer Magen-Darmerkrankung oder einer Alkoholabhängigkeit. (juh)

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