Immer mehr Frauen erwerbstätig

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 20. Januar 2005
Die Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern gleicht sich in Deutschland immer mehr an, so das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.



Die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen stieg im vergangenen Jahr um 193.000 auf 18,1 Millionen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Das entspricht einem Zuwachs von 1,1 Prozent im Vergleich zu 2003. Dagegen sank die Zahl bei den Männern um 65.000 oder 0,3 Prozent.

Die Statistiker führen die Zahlen auf eine Ausweitung der Minijobs zurück, die besonders im Dienstleistungssektor gefragt sind und oft von Frauen ausgeübt werden.

Der Anteil der beschäftigten Frauen lag 2004 bei 47,1 Prozent. Die Statistiker beobachten seit Anfang der 90er Jahre einen steigenden Anteil von Frauen bei den Erwerbstätigen. Vor vier Jahren hatte er noch bei 45,6 Prozent gelegen.

Nach Angaben des Bundesamtes ist die große Mehrheit der Frauen (84 Prozent) im privaten und öffentlichen Dienstleistungsbereich erwerbstätig. Zwar arbeiten auch 60 Prozent der Männer in diesem Sektor, doch ihr Anteil im produzierenden Gewerbe ist mit 37 Prozent viel höher als bei Frauen (14 Prozent).

Die Land- und Forstwirtschaft spielt bei beiden Geschlechtern nur noch eine untergeordnete Rolle.

Unter den Selbstständigen sind noch immer verhältnismäßig wenige Frauen: Die Quote liegt bei 7,9 Prozent, während sie bei den Männern 14,1 Prozent beträgt. (juh)

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