Kompetenz gegen Korruption

von Judit Hillemeyer
Freitag, 19. August 2005
Foto: Steinbeis-Hochschule
Foto: Steinbeis-Hochschule
Im September startet in Berlin der erste Studiengang für Risikomanagement und Prävention von Wirtschaftskriminalität an der Steinbeis-Hochschule.



Die meisten Unternehmen in Deutschland haben - anders als in den USA - noch kein professionelles Management zur Abwehr und Prävention von wirtschaftskriminellen Risiken installiert.

Oft fehle es an Sensibilität, Wissen und vor allem qualifizierten Mitarbeitern - insbesondere im Management. Das will das Institute Risk & Fraud Management der Steinbeis-Hochschule Berlin mit dem neu geschaffenen MBA-Studiengang und einem Kompetenz-Netzwerk für Unternehmen ändern.

Experten halten Vorlesungen

Bestimmt werden die Vorlesungen von zahlreichen Experten unterschiedlicher Unternehmen. Den rund 20 Studierenden der Pionierklasse steht eine postgraduale Ausbildung bevor, die sie befähigen soll, wirtschaftskriminellen Delikten im eigenen Unternehmen auf die Spur zu kommen und sie präventiv zu verhindern.

"Unternehmen, die Mitarbeiter in unser berufsbegleitendes Studium schicken, profitieren in mehrfacher Hinsicht", so Birgit Galley, Direktorin des Instituts. "Die Studierenden tragen schon während ihrer Ausbildung das gewonnene Wissen durch Transferarbeiten in ihre Unternehmen.

So steht neben der Qualifikation des einzelnen Studierenden vor allem das Unternehmen mit seinem konkreten Anliegen im Mittelpunkt des Studiums", so Galley. Unter den Studierenden finden sich Controller, Risikomanager, Juristen und Vertriebsmitarbeiter aus unterschiedlichen Branchen.

Kriminalität in alles Facetten

Während Wirtschaftskriminalität bislang nur in Fachbereichen wie beispielsweise in der IT-Sicherheit, im Strafrecht oder in der Wirtschaftsethik behandelt wurde, will das Institut erstmals alle relevanten Teildisziplinen bündeln. Ein Teil der Ausbildung erfolgt im Ausland, beispielsweise an der Hochschule für Wirtschaft Luzern, Schweiz (Competence Center Forensik und Wirtschaftskriminalistik) und an der Jönköping University, Schweden.

Für viele Unternehmen seien die Studiengebühren eine sinnvolle Investition, ist sich Instituts-Direktor Dr. Henning Herzog sicher. "Denn diese beinhalten nicht nur 85 Tage aktuelles Expertenwissen und Fallstudien, sondern rund 200 Tage individuelle und wissenschaftliche Begleitung des Studierenden für seine Transferarbeiten und Master Thesis durch das Institut."

Weitere Informationen sind hier erhältlich. (juh)

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