Junge Talente bessern Karrierechancen auf

von Judit Hillemeyer
Freitag, 16. Juni 2006
Der Countdown läuft. Auch in diesem Jahr vergibt die Stiftung Goldener Zuckerhut der Lebensmittel Zeitung Förderpreise an junge Nachwuchstalente und Institutionen. Einsendeschluss ist der 15. Juli.



"Der Förderpreis war eine Krönung meiner bisherigen Laufbahn", schwärmt Rewe-Händler Florian Soerensen. Der Nachwuchspreisträger aus dem vergangenen Jahr hat die Branchenveranstaltung Goldener Zuckerhut dieser Zeitung noch in guter Erinnerung.

"Persönliche Glückwünsche von Rewe-Chef Dr. Achim Egner und Vorstand Josef Sanktjohanser bekommt man nicht alle Tage", sagt der 27-Jährige stolz. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro hat Soerensen in ein Junior-Management-Programm bei dem Management-Guru Fredmund Malik in St. Gallen investiert. Und er wird die Karriereleiter weiter hinaufklettern. Mehr möchte Soerensen nicht verraten.

Die Stiftung Goldener Zuckerhut hat schon zahlreiche Talente nach vorne gebracht, so auch Lars Kleiber von "Die Thüringer" Fleisch- und Wurstspezialitäten in Arnstadt. Den Förderpreis hat er 1995 bekommen und das Geld für den Einsatz eines Studiums zum Fachbetriebswirt verwendet.

Als der heute 36-Jährige die Auszeichnung erhielt, war er Produktionsleiter. Seit 2000 fungiert Kleiber als Betriebsleiter und ist verantwortlich für 120 Mitarbeiter an seinem Standort. "Der Nachwuchsförderpreis war auf jeden Fall ein eindeutiger Motivationsschub", blickt er gerne zurück.

Michael Phiesel von Haribo kann dies nur bestätigen. Der Gewinner von 1994 konnte sich nach der Ehrung "sehr gut weiterentwickeln", wie er betont. Als Phiesel ausgezeichnet wurde, arbeitete er in der Vertriebsabteilung und studierte berufsbegleitend Betriebswirtschaft.

"Dank der finanziellen Unterstützung konnte ich das Fördergeld für die Uni und meine Diplomarbeit verwenden sowie Fremdsprachenkurse belegen", sagt der 35-Jährige. Heute verantwortet der Prokurist den Bereich Controlling für Gesamtdeutschland bei Haribo. "Ich werde dem Unternehmen weiter treu bleiben", ist Phiesel überzeugt. Hilfe beim Fortkommen#/ZT# Auch Ulrike Diel, inzwischen verheiratete Manz, sieht den Preis als eine große Hilfe beim Fortkommen im Job. Überreicht wurde er ihr 2003. Seit Februar dieses Jahres ist sie als Bereichsleiterin der Disposition beim Handelsunternehmen Tegut tätig.

Ihr begleitendes Studium zur Diplom-Betriebswirtin BA, Fachrichtung Handel, hat sie erfolgreich Ende September 2005 abgeschlossen. Das Geld verwandte die 27-Jährige für Rhetorikkurse und Fortbildungsseminare.

Die Stiftung Goldener Zuckerhut vergibt insgesamt bis zu zehn Förderpreise an den Nachwuchs aus Handel, Industrie und Wissenschaft. Bereits 1990 hatte die begehrte Auszeichnung Premiere. Ausgeschüttet werden Stiftungserträge in Höhe von insgesamt ca. 50.000 Euro.

Eine der Voraussetzungen: nicht älter als 29 Jahre zu sein und eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung oder ein Fachstudium. Über die Vergabe von Auszeichnungen und Preisen wird von Kuratorium und Stiftungsrat entschieden.

Andreas Land, zum dritten Mal als Vorsitzender des Stiftungsrates im Einsatz, nennt das wesentliche Kriterium: "Junge Menschen stehen am Anfang ihrer Karriere, bergen ein hohes Potenzial in sich und haben gleichzeitig schon den Beweis angetreten, dass sie Außergewöhnliches zu leisten im Stande sind."

Für den Geschäftsführenden Gesellschafter von Griesson-de Beukelaer stellt der Preis eine "herausgehobene Belobigung" dar. "Wir wollen denjenigen helfen, die noch in einer beruflichen Entwicklung stehen", macht Land deutlich.

Der Einsendeschluss ist am 15. Juli. Spätestens dann sollte die Bewerbungsmappe bei der Stiftung Goldener Zuckerhut, z.H. Heike Deneberger, Mainzer Landstraße 251, 60326 Frankfurt am Main, vorliegen. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 069/75 95-1213 und in LZ|NET unter Stiftung Goldener Zuckerhut erhältlich. (juh)

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