Karriereschub für junge Branchenprofis

von Britta Rosbach
Freitag, 22. Juni 2007
Thomas B. Quaas, Stiftung Goldener Zuckerhut
Thomas B. Quaas, Stiftung Goldener Zuckerhut
Interessenten für den Förderpreis der Zuckerhut-Stiftung sollten sich beeilen: Am 20. Juli ist Bewerbungsschluss. Für qualifizierte Nachwuchsmanager aus Handel, Industrie und Wissenschaft zahlt sich die Teilnahme in vielfacher Hinsicht aus. Topmanager, Personaler und Preisträger berichten.



"Gütesiegel im Lebenslauf", "wichtige Forschungsunterstützung", "einmaliges Erlebnis" - die Stellungnahmen zum Stiftungspreis Goldener Zuckerhut fallen durchweg positiv aus. Egal, wen man in der Foodbranche befragt, bei diesem Thema sind sich alle einig. Ob Händler oder Hersteller, Wissenschaftler oder Personalberater und - nicht zuletzt - die ehemaligen Preisträger.

Die Auszeichnung besitzt große Strahlkraft in der Ernährungswirtschaft. "Gerade im Umfeld des globalen Bildungswettbewerbs kommt es ganz besonders auf viele praktische Initiativen an. Der Förderpreis Stiftung Goldener Zuckerhut ist solch eine Initiative mit inzwischen anerkanntem Stellenwert in der Branche", hebt Thomas-Bernd Quaas hervor.

Der Vorstandsvorsitzende von Beiersdorf entscheidet als einer von sieben Angehörigen des Kuratoriums gemeinsam mit dem Stiftungsrat, wer den Preis bekommt. Beide Gremien sind prominent mit Entscheidern aus der Foodbranche sowie Experten aus Chefredaktion und Geschäftsführung der Lebensmittel Zeitung besetzt.

Vor 17 Jahren wurde die Stiftung Goldener Zuckerhut auf gemeinsame Anregung von Handel, Industrie und Lebensmittel Zeitung gegründet. Ihr Ziel: die Förderung der Weiterbildung qualifizierter Nachwuchskräfte oder Institutionen der Ernährungswirtschaft. Die Preisgelder generieren sich aus den Erträgen des Stiftungsvermögens. So wurden seit 1990 mehr als 770 000 Euro an 143 Gewinner ausgeschüttet.

Einzelpersonen erhalten jeweils bis zu 5 000 Euro, Institutionen bis zu 10 000 Euro. Alljährlich im November wird die Auszeichnung während der Festveranstaltung Goldener Zuckerhut verliehen. "So etwas erlebt man sonst nie", staunte etwa die ehemalige Preisträgerin Carola Grebitus über das feierliche Programm in Berlin. Bei Fotoshootings, Filmdreh, LZ-Interviews und Preisverleihung stehen die frisch Gekürten im Rampenlicht, danach können sie beim Gala-Abend den Event ausklingen lassen.

Eine Branchenkarriere anstreben

Und damit nicht genug. "Die Auszeichnung verschafft den Gewinnern unternehmensintern wie in der Branche exponierte Visibilität", weiß Christoph Kleinen, Personalberater bei Korn/Ferry International. "Beides zusammen ist Zündstoff für eine mittelfristige Branchenkarriere."

Zudem profitieren Handel und Industrie langfristig von dem Stiftungsengagement. "Denn dadurch gelingt es, gute Leute frühzeitig an sich zu binden." Die Strategie geht auf. Dank guter Entwicklungsmöglichkeiten bleiben viele Preisträger auf Jahre hin ihrem Unternehmen treu.

Somit bedeutet der Förderpreis für die meisten von ihnen einen richtigen Karriereschub. Vorausgesetzt, sie haben die Jury überzeugt. Beiersdorf-Chef Quaas schaut vor allem darauf, dass die Kandidaten "persönliche Leistungs- und Lernmotivation erkennen lassen, Initiative ergreifen und Verantwortung schon in jungen Jahren übernehmen".

Qualifikationen, die Nachwuchsmanager aus unterschiedlichsten Abteilungen und Branchenzweigen bewiesen haben. Vertriebsleute, angehende Filialleiter, Marketingmanager, Logistiker, Personaler, Sortimentsexperten - die Liste ist lang. Auch junge Forscher finden sich darunter. "Für unsere Arbeit ist es wichtig, solche Preisgelder zu bekommen, um kleinere Studien durchzuführen oder neue Ideen zu testen", betont etwa Prof. Jutta Rosen von der Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Uni Kiel. Als Gutachterin hat sie schon mehrere Bewerbungen unterstützt - zwei davon erfolgreich.

Auch dieses Jahr vergibt die Stiftung Goldener Zuckerhut den Förderpreis an zehn herausragende Kandidaten. Einsendeschluss ist der 20. Juli 2007. Spätestens dann sollten die Bewerbungsmappen im Büro der LZ-Geschäftsführung auf dem Schreibtisch liegen. (br)

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