Subfirmen und Stöver im Visier

von Judit Hillemeyer
Donnerstag, 17. März 2005
Wegen des Verdachts "der illegalen Arbeitnehmerüberlassung im besonders schweren Fall sowie des gewerbsmäßigen Betrugs zum Nachteil der Sozialversicherung" wurden vergangenen Montag die Geschäftsräume der Stöver-Gruppe, Aldrup, von der Staatsanwaltschaft Oldenburg und dem Hauptzollamt durchsucht.



Gesichtet wurde laut Staatsanwaltschaft Material in zwei Privatwohnungen in Ostercappeln und Osnabrück. Der Vorwurf bezieht sich auf die Zeit August 2004 bis März 2005. Die Riesch Nord GmbH, Ostercappeln, habe Stöver polnische Staatsangehörige per Werkvertrag vermittelt.

Zu diesem Zweck sei die Multijob GmbH "als Briefkastenfirma in Warschau" gegründet worden. Das haben die Geschäftsführer der beiden Subunternehmen gestanden. Es liege lediglich eine Handelsregistereintragung vor. Sie hätten alle Geschäfte von Ostercappeln ausgeführt.

Ersten Auswertungen von Beweismaterial, "haben bisher den Verdacht", dass Stöver Kenntnis von der Nichtexistenz der polnischen Firma hatte, "nicht bestätigt". Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich zudem darauf, "ob und welchem Umfang die polnischen Werkvertragsarbeiter mit der Arbeitnehmerschaft der Firma Stöver vermischt worden sind".

Die Vernehmung der Polen bezüglich der gegen Stöver erhobenen Vorwürfe hat zu keinen "verfahrensfördernden Erkenntnissen geführt", sagt die Staatsanwaltschaft. Stöver hat die Verträge und Zusammenarbeit mit Riesch Nord und Multijob gekündigt. (juh)

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