YBF bei Storck Storck will mehr Emotionen zeigen

von Redaktion LZ
Donnerstag, 15. Mai 2014
Sascha Gervers, YBF bei Storck
M. Egbert
Sascha Gervers, YBF bei Storck
Den Teilnehmern der Young Business Factory der Lebensmittel Zeitung öffneten sich - erstmals für Außenstehende - die Tore zur Besichtigung der Süßwarenfabrik.


Ein Schokokuss von Dickmanns frisch aus der Produktionsanlage schmeckt besonders gut. Der Duft geschmolzener Schokolade animiert die Geschmacksnerven. Und die Waffel ist noch eine Spur knackiger, weil das Produkt gerade hergestellt wurde.

Rund 60 Teilnehmer der Young Business Factory der Lebensmittel Zeitung durften sich am Stammsitz von Storck in Halle persönlich davon überzeugen. Eine kleine Revolution im überaus diskreten Familienunternehmen, das nie Wert auf eine breitere Öffentlichkeit legte. Im Gegenteil, ähnlich wie Großkunde Aldi pflegt man die Verschwiegenheit.

Für die YBF öffnete Storck erstmals seine Werkstore am Stammsitz in Halle (Westfalen) und ließ sogar einen Blick auf einige Produktionslinien des Unternehmens zu, das mit Produkten wie Werthers, Toffifee, Merci, Knoppers, Nimm2, Dickmanns oder auch Storcks Riesen seit mehr als 100 Jahren im Süßwarengeschäft aktiv ist.

Auch im Gefolge von Aldi haben Süßwaren aus den drei Produktionsstandorten Halle, Berlin und Ohrdruf die ganze Welt erobert. Gut zwei Drittel des Umsatzes werden inzwischen jenseits der deutschen Grenzen erzielt. Wie viel das allerdings genau ist, bleibt weiterhin ein Firmengeheimnis. Die indizierte Umsatzkurve kennt seit Jahren nur eine Richtung: Sie weist nach oben.

Zwei Drittel des Umsatzes außerhalb des Landes

"Wir möchten uns der Öffentlichkeit ganz vorsichtig nähern", sagt Geschäftsführer Sascha Gervers zur Einführung. "Wir wollen uns mit Ihnen vernetzen", so seine Einladung an das Publikum von jungen Nachwuchskräften aus Handel und Industrie.

Und die konnten dann mit dem Storck-Manager viele Fragen diskutieren. Wie lassen sich jahrzehntealte Marken jung und attraktiv halten? Wie können Süßwaren am POS besser in Szene gesetzt werden? Wie erfährt der Hersteller, was die Kunden wirklich wünschen? Wie können Handel und Industrie besser zusammenarbeiten?

Einblicke in die Stärke der Storck-Marken gab zudem Martin Pahnke, früher selbst bei Storck im Management, ehe er sich vor vielen Jahren als Marken-Experte selbständig machte und seither die Entwicklung bei Storck intensiv als externer Berater begleitet. Emotionalisierung der Marken heißt Pahnkes Rezept: "Es reicht nicht, einfach ein sehr gutes Produkt zu haben."

Um diesem Ziel näher zu kommen, hat Storck ein Forschungsprojekt aufgesetzt, das auf der YBF erstmals in seinen Grundzügen präsentiert wurde. Marketing Manager Timo Woitek und Research-Chef Sebastian Uhle gingen der Frage nach, welche Faktoren die Einkaufsstättenwahl der Kunden beeinflussen und wie Handel und Industrie die Kategorie weiter entwickeln können.

Wie das ganz konkret aussehen könnte, stellte Edeka-Händler Sebastian Cramer vor, der gemeinsam mit Storck-Key-Accounter Michael Kloßek neue Wege sucht, die Süßwaren emotionaler in Szene zusetzen.

(hjs/sb)

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