Viele klagen über Bürostress

von Judit Hillemeyer
Freitag, 28. November 2008
Rund 61 Prozent der deutschen Beschäftigten fühlen sich bei ihrer Arbeit gestresst. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des IFAK Instituts.



Bei knapp einem Drittel (29 Prozent) ist der Stress so groß, dass sie sich ausgebrannt fühlen. Jeder vierte Berufstätige (27 Prozent) gibt sogar zu, Bürostress an Familie und Freunden auszulassen. Dies ergab eine repräsentative Befragung unter 2.000 Erwerbstätigen ab 18 Jahren in ganz Deutschland.

Hektik, Termindruck, hohe Kundenansprüche und wenig Pausen - Stress ist aus dem normalen Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland fühlen sich bei der Arbeit manchmal gestresst; 19 Prozent der Befragten gaben sogar an, sehr oft gestresst zu sein.

Frauen scheinen davon stärker betroffen zu sein als Männer. So klagen 21 Prozent der Frauen, (Männer: 17 Prozent) sehr oft unter Überbelastung zu leiden. Selten oder nie gestresst sind 39 Prozent der Beschäftigten in Deutschland.

Eines zeigt die Studie auch: Beruflicher Stress geht an vielen nicht einfach vorüber. Bei fast einem Drittel (29 Prozent) ist der berufliche Stress sogar so groß, dass sie sich schon einmal ausgebrannt fühlten und Anzeichen von Burnout hatten.

Auch kann Stress nach Feierabend nicht einfach abgestreift werden, sondern viele nehmen den Druck aus dem Büro mit nach Hause. Jeder vierte erwerbstätige Mann (25 Prozent) und sogar jede dritte erwerbstätige Frau (30 Prozent) gaben zu, sich im letzten Monat an mindestens drei Tagen aufgrund von beruflichem Stress gegenüber ihren Familien und Freunden schlecht verhalten zu haben.

Der Schlüssel für den Erhalt der Leistungsfähigkeit ist jedoch das Management der persönlichen Work-Life-Balance. (juh)

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