Deutsche studieren im Ausland

von Judit Hillemeyer
Freitag, 23. September 2005
Die Zahl der deutschen Studenten im Ausland hat einen neuen Rekordstand erreicht. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes stieg sie im Jahre 2003 um 7,1 Prozent beziehungsweise 4.100 auf 62.200 an.



Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn führte dies auch auf die verbesserte Bafög-Förderung zurück. Seit der großen Reform im Jahr 2001 sei es möglich, nach einem Studienjahr an einer deutschen Hochschule die Förderung in einem Mitgliedstaat der EU bis zum Studienabschluss mitzunehmen.

Diese Unterstützung fördere die Mobilität der Studenten und gebe ihnen die Chance auf einen Auslandsaufenthalt", sagte die Ministerin anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen in Berlin. Sie betonte, dies sei einer der Gründe, weshalb die Zahl der deutschen Studierenden im Ausland von 46.300 im Jahr 1998 bis 2003 um 34,3 Prozent gestiegen ist.

Großbritannien liegt vorn

Das Statistische Bundesamt ermittelte die Daten im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Demnach zieht es die deutschen Studenten vor allem in englischsprachige Länder.

Die meisten gehen nach Großbritannien (17,3 Prozent) und in die USA (14,1). Es folgen die Schweiz (10,8), Frankreich (10,4), Österreich (9,9), die Niederlande (9) und Spanien (8,1 Prozent).

Traditionell stellen Studierende der Sprach- und Kulturwissenschaften, für die ein Auslandsstudium häufig unverzichtbarer Bestandteil des Studiums ist, einen erheblichen Anteil an den Auslandsstudenten.

Während im Inland rund 24 Prozent der Studierenden in diesen Fächern eingeschrieben sind, liegt ihr Anteil an den Auslandsstudierenden allein in Frankreich bei 45 Prozent, heißt es in der Untersuchung.

Hohe Mobilität zeigen aber auch Studenten der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. In einigen Ländern, wie den Niederlanden (52 Prozent), Türkei (49) und Australien (46), stellen sie den Hauptteil der deutschen Auslandsstudierenden. (juh)

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