Erfahrungen im Ausland

von Redaktion LZ
Freitag, 16. Februar 2007
Franziska Träger
Franziska Träger
LZ|NEZ/juh. Fünf Studenten berichten über ihre Erfahrungen im internationalen Handel. Die European Retail Academy unterstützte sie bei ihren Auslandspraktika.



Franziska Träger: Während meines Studiums der Stadt- und Regionalplanung in Berlin wurde mir klar, wie interessant und interdisziplinär die Studieninhalte auch sind, meine Jobaussichten in Zeiten kommunaler Finanznot sind nicht sehr rosig. Ich wollte mich daher sehr früh international und ökonomisch orientieren. Nach mehreren Auslandsaufenthalten unter anderem in New York und Russland stand für mich fest, dass ich in Moskau meine Diplomarbeit über die Entwicklung des großflächigen Lebensmitteleinzelhandel verfasse. Die ERA in Köln war mein erster Anknüpfungspunkt und Türöffner. Meine Auslandserfahrungen haben sich ausgezahlt. Seit Februar bin ich als Standortgutachterin für Rewe in Zentral- und Osteuropa unterwegs.

Jitka Odehnalova
Jitka Odehnalova: Während meines Magister-Studiums in Prag hatte ich die Möglichkeit, ein Semester an der Universität Passau in Deutschland zu studieren. Dort verbesserte ich mein Deutsch und vertiefte meine Forschungsarbeit zum Thema 'interkulturelles Management', worüber ich in Tschechien an der Wirtschaftsuniversität Prag, Fakultät für Internationale Beziehungen, promoviere. Die ERA verschaffte mir den Kontakt zu europäischen Wissenschaftlern. Auf diesem Weg habe ich Gelegenheit, auf internationalen Konferenzen Studienergebnisse über die Handelsbranche vorzustellen.

Sandra Hödl
Sandra Hödl: Als ich Curriculum Vitae noch nicht mal aussprechen konnte, geschweige denn überhaupt vom komparativen Wettbewerbsvorteil gehört hatte, war mir bereits klar, dass Weitblick nicht von Feldkirch aus - die Alpen im Rücken - bis hin zum Bodensee bedeutet. Um in die Weite zu blicken, musste ich das österreichische Rheintal hinter mir lassen. Nach einem Jahr USA, mehreren Zwischenstopps in der französischen Schweiz, Südamerika und Deutschland fiel mein Blick auf Russland. In meiner Diplomarbeit konzentrierte ich mich auf die dynamischen Handelsentwicklungen in Moskau. Die ERA half mir Ansprechpartner, einen Praktikantenplatz und eine Gastfamilie zu finden. Ob mein Bilck nach Osten und Westen die richtige Mischung für meinen künftigen Arbeitgeber ist, wird sich zeigen. Ohne Zweifel hat mich mein Auslandsaufenthalt enorm bereichert.

Alina Pukhovskaya
Alina Pukhovskaya: Ich habe ein dreimonatiges Praktikum in Köln absolviert. Kennen gelernt habe ich Groß- und Einzelhandelsunternehmen sowie Logistikzentren. So habe ich viel über deutsche beziehungsweise europäische Handelsstrukturen gelernt. Nach Deutschland folgte ein Aufenthalt in Moskau. Meine Devise ist: Wer Zuhause Erfolg haben will, muss von außen ins Land zurückkommen. Ich habe noch viele Pläne für die nächsten drei Jahre. Dazu gehören weitere internationale Praktika. Außerdem möchte ich spanisch und französisch lernen.

 

Petr Hejny
Petr Hejny: Im finnischen Kokkola mache ich derzeit ein Praktikum in einer neuen H&M-Filiale. In dem hiesigen Einkaufszentrum gibt es Markenware, Cafés, Gaststätten und Spielecken für Kinder. Außerdem nutze ich die Gelegenheit, in Finnland auch Läden anderer Unternehmen wie beispielsweise von Lidl anzuschauen. Dort gibt es tatsächlich das gleiche Sortiment wie zu Hause in Tschechien. Meinen Aufenthalt in Finnland werde ich bis zum Sommer um sechs Monate verlängern, um das Land noch besser kennen zu lernen.

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