Studenten sind optimistisch

von Silke Biester
Freitag, 06. Juli 2012
Studierende schätzen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt positiv ein. Sie sorgen sich lediglich um die Work-Life-Balance.
Zwei Drittel der Studenten bewerten die Studienbedingungen als "sehr gut" oder "gut". Dieses Urteil hat sich trotz doppelter Abiturjahrgänge, Wegfall der Wehrpflicht und Finanzkrise kaum verschlechtert, so das Ergebnis des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD) in der Studie "Bildung und Beruf in Zeiten der Finanzkrise" im Auftrag des Reemtsma-Begabtenförderungswerks.

"Durch zusätzliche Ausbaumaßnahmen scheint es gelungen zu sein, negative Auswirkungen des Zustroms von rund 70000 neuen Studierenden zu begrenzen", kommentiert IfD-Projektleiter Dr. Rüdiger Schulz.

Die Befragten sind überzeugt, nach dem Studium einen passenden Beruf zu finden. 71 Prozent bewerten ihre Chancen für den eigenen Einstieg "gut" oder "sehr gut". Nur 22 Prozent sind hingegen skeptisch. Leistungsstarke und Stipendiaten schätzen ihre Berufschancen zu 82 Prozent ausgesprochen positiv ein.

Selbst Studenten mit eher unterdurchschnittlichen Leistungen sehen noch zu 51 Prozent ihre Jobchancen aussichtsreich. "Dieser Optimismus spiegelt die aktuell starke Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und Akademikern", so die Einschätzung von Sebastian Blohm, Sprecher des Reemtsma-Begabtenförderungswerks.

Getrübt wird dieses sehr positive Bild lediglich dadurch, dass sich 41 Prozent der Befragten um eine zukünftige Verschlechterung ihrer beruflichen Chancen in Deutschland sorgen. Konkret treibt sie dabei vor allem die Angst vor befristeten Arbeitsverhältnissen (22 Prozent), der Unvereinbarkeit von Beruf und Familie (17 Prozent) sowie vor wachsender Konkurrenz durch ausländische Bewerber (16 Prozent). Darüber hinaus achten 40 Prozent aller Studierenden bei ihrer Berufswahl darauf, ob sich ein potenzieller Arbeitgeber gesellschaftlich engagiert. (sb)

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