Grenzen der Arbeit verschwimmen

von Redaktion LZ
Freitag, 13. August 2010
LZnet. Technische Innovationen verändern den beruflichen Alltag dramatisch. Die Grenzen zwischen Privatleben und Arbeit verschwimmen, beschleunigt durch Web 2.0 und mobile Kommunikation. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Softwarespezialisten Clearswift.
Befragt wurden 150 Manager und 250 Mitarbeiter weltweit. 71 Prozent der Führungskräfte und knapp die Hälfte der Angestellten geben darin an, dass sich ihre beruflichen und privaten Aktivitäten mindestens zweimal pro Woche überschneiden. Etwa ein Drittel der Befragten nutzt ein Smartphone und ist über einen ständig aktiven Link mit dem Büroleben verbunden.

Freie Zeiteinteilung erwünscht

Gleichzeitig führen Zeiten wirtschaftlicher Schwäche dazu, dass ein Großteil der Mitarbeiter meint, in diesem Jahr härter zu arbeiten als zuvor. 44 Prozent glauben zudem, dass sie länger arbeiten. Als Gegenleistung für ihr verstärktes berufliches Engagement außerhalb traditioneller Arbeitszeiten erwarten sie, ihre Zeit im Rahmen der vertraglich festgelegten Zeiten freier einteilen zu dürfen.

 Vertrauen ist für die heutige Generation von Arbeitnehmern der Schlüssel zur beruflichen Zufriedenheit: Neben dem Gehalt bewerten die Befragten den Aspekt, ihre Zeit frei einteilen zu dürfen, höher als jeden anderen Vorteil. Die Mehrheit der Angestellten beansprucht darüber hinaus das Recht, ihren Rechner auch während der Dienstzeit privat zu nutzen.

Sie würden eine Stelle ablehnen, bei der ihnen das Abrufen sozialer Netzwerkseiten oder privater E-Mails während der Arbeitszeit nicht gestattet wäre. Unternehmen, die hier zu rigide agieren, setzen somit die Bereitschaft ihrer Angestellten aufs Spiel, Arbeitszeiten flexibel an unternehmerische Anforderungen anzupassen.

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