Karriere erfordert Flexibilität und Anpassung

von Redaktion LZ
Freitag, 29. Juli 2005
LZ|NET|ba. Ein hohes Maß an Mobilität und Anpassungsfähigkeit sowie Fremdsprachenkenntnisse, das kennzeichnet die neue europäische Managergeneration.



Mit ihren Ergebnissen liefert die europaweite Studie der Community of European Management Schools and International Companies (CEMS) Erkenntnisse über die Top-Manager von morgen.

Befragt wurden 1 700 Absolventen des CEMS Master in International Management (CEMS MIM), die auf durchschnittlich fünf Jahre Berufserfahrung zurückblicken können.

Das von Akademikern und Managern gemeinsam konzipierte Programm verbindet eine Hochschulausbildung mit praktischem Management.

So sind heute vor allem hohe Mobilität und Internationalität bei Europas Jungmanagern gefragt: Die Teilnehmer der Studie haben im Durchschnitt in ihrem fünfjährigen Berufsleben schon mehr als 40 Prozent im Ausland verbracht.

Internationale Arbeit

Jeder Fünfte hat danach bereits für mindestens sechs Monate in drei oder mehr Ländern gelebt. Selbst diejenigen, die in ihrem Heimatland geblieben sind, betonen die internationale Dimension ihres Postens: Drei Viertel beschreiben ihre Arbeit als "international".

Die Studie zeigt, dass Fremdsprachen ein zentraler Aspekt des CEMS MIM sind.Der europäischen Managerelite genügt es aber nicht, lediglich Englisch zu beherrschen.

So verfügen 90 Prozent der Befragten über gute bis sehr gute Kenntnisse in mindestens drei Sprachen, die sie bei ihrer täglichen Arbeit auch benötigen.

Der gleiche Anteil gibt an, zumindest in zwei Sprachen regelmäßig zu kommunizieren. Neben Englisch, das von 99 Prozent der Befragten fließend gesprochen wird, sind die am häufigsten benötigten Geschäftssprachen Französisch (34 Prozent), Deutsch (27 Prozent) und Spanisch (15 Prozent).

Für die Befragten ist die Arbeit in einem multikulturellen Umfeld selbstverständlich: Fast die Hälfte (46 Prozent) sind täglich in Kontakt mit Menschen aus mindestens vier Nationen, weitere 25 Prozent arbeiten regelmäßig zumindest mit drei Nationalitäten zusammen.

Einflussfaktoren

Nach dem Einfluss der Faktoren befragt, die zum beruflichen Aufstieg notwendig sind, hat sich als wichtigstes Erfolgskriterium für zukünftige Manager die Fähigkeit zur Arbeit in einer sich verändernden Umgebung und zur Bearbeitung wechselnder Aufgaben herauskristallisiert.

Mehr als zwei Drittel nannten diese Fertigkeit als wichtigste - vor kommunikativen Fähigkeiten (57 Prozent), Fremdsprachenkenntnissen (46 Prozent), Flexibilität (43 Prozent) und internationaler Erfahrung (33 Prozent).

Die jungen Führungskräfte stellen die Herausforderung bei ihrer Tätigkeit über alles andere. Über 70 Prozent halten diesen Aspekt für besonders wichtig. Der Verdienst ist dagegen nur für 37 Prozent "besonders wichtig".

Andere Faktoren, die internationale Manager bei ihrer täglichen Arbeit motivieren, sind Freiraum und Unabhängigkeit (53 Prozent), die Zusammenarbeit mit Kollegen (52 Prozent), der direkte Kontakt zum Vorgesetzten (51 Prozent) und der Grad der Verantwortung (47 Prozent).

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