Vielen Mitarbeitern fehlt es an Engagement

von Christiane Düthmann
Freitag, 18. Februar 2011
Nur 13 Prozent der Beschäftigten in Deutschland setzen sich freiwillig für ihren Arbeitgeber und dessen Ziele ein. Die große Mehrheit (66 Prozent) macht dagegen Dienst nach Vorschrift. 21 Prozent verhalten sich im Job sogar destruktiv. Zu diesen Resultaten kommt der Gallup Engagement Index 2010. Den dadurch entstehenden volkswirtschaftlichen Schaden beziffert das Beratungshaus, das diese Erhebung seit zehn Jahren durchführt, mit mehr als 120 Milliarden Euro.
Zudem wiesen "emotional ungebundene" Beschäftigte 27,8 Prozent höhere Fehlzeiten auf als ihre engagierten Kollegen. Die zusätzlichen Fehltage verursachen laut Gallup in den Unternehmen Kosten von jährlich 3,7 Milliarden Euro. "Je höher die Bindung, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Beschäftigter im Sinne seines Arbeitgebers verhält.

Kritik an Vorgesetzten

Und je größer die Anzahl der emotional gebundenen Personen, desto leistungsfähiger ist das Unternehmen", schlussfolgert Gallup-Berater Marco Nink. Engagierte Beschäftigte sind zudem innovativer: Sie haben im vergangenen halben Jahr 40,5 Prozent mehr Anregungen für Verbesserungen eingebracht. Und sie wechseln seltener die Stelle. Ein Argument, das angesichts des drohenden Fachkräftemangels an Bedeutung gewinnt.

Als Ursache für fehlende Motivation macht Gallup das Verhalten der Führungskräfte aus. So würden 45 Prozent der "emotional ungebundenen" Mitarbeiter ihren direkten Vorgesetzten umgehend entlassen, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Und nur 2 Prozent haben den Eindruck, dass ihre Meinung im Job zählt. (cd)

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