Studie des GfK Verein Top-Talente fordern Transparenz von Arbeitgebern

von Redaktion LZ
Donnerstag, 08. Juni 2017
Unternehmen, in denen Informationen frei fließen können und Vertraulichkeit die Ausnahme ist, profitieren nach Ansicht junger Talente langfristig von dieser Kultur. Das zeigt eine Erhebung des GfK Vereins und des St. Gallen Symposiums.

Kontrollierte Transparenz ist in den Augen des Führungsnachwuchses ein wichtiger Erfolgsfaktor. Sie fordern also nicht völlige Offenheit, sondern wägen ab, welche Informationen nutzbringend geteilt werden können. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie "Global Perspectives Barometer 2017".

Der Generation der Digital Natives geht es vor allem darum, jene Informationen zu teilen, die Zusammenarbeit ermöglichen wie etwa Ergebnisse von Besprechungen (78 Prozent) sowie Forschungs- und Entwicklungsergebnisse (85 Prozent).

Fast zwei Drittel befürworten zudem eine offene Fehlerkultur und sind bereit, dazu beizutragen: 65 Prozent geben an, Informationen zu Fehlern ihres Teams Mitgliedern der Organisation über das eigene Team hinaus zugänglich zu machen. 75 Prozent würden die Organisation auch über die Leistung ihres Teams informieren.

Der Führungsnachwuchs treibe zudem die Machtverschiebung vom Unternehmen auf die Mitarbeiter voran, so die Studienmacher. Sie teilen ihre Erfahrungen als Arbeitnehmer ähnlich wie Kunden, die ihre Bewertungen zu Produkten oder Dienstleistungen abgeben.

Mehr als die Hälfte der 1 000 Befragten zeigt Bereitschaft, sich online über den Arbeitgeber zu äußern: 35 Prozent der Top-Talente mit Berufserfahrung haben sogar bereits ein online- zugängliches Statement über einen ihrer Arbeitgeber verfasst, weitere 24 Prozent wären bereit dazu.

Trotz der geforderten Transparenz und der beachtlichen Bandbreite an Kommunikationsmitteln, um ein Unternehmen öffentlich bloßzustellen, würde ein Großteil (59 Prozent) der Top-Talente unethisches Verhalten im Unternehmen zunächst nur intern zur Sprache bringen.

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