Das Studium als Langzeitplanung

von Judit Hillemeyer
Mittwoch, 03. November 2004
Langfristig ist ein Hochschulabschluss die beste Garantie für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt. Dies belegt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veröffentlichte Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS).



Demnach standen fünf Jahre nach dem Examen etwa 86 Prozent der Universitätsabsolventen und 90 Prozent der FH-Absolventen in einem regulären Beschäftigtenverhältnis.

Die HIS hatte für diese Erhebung Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Prüfungsjahrgangs 1997 etwa fünf Jahre nach dem Abschluss nach ihrem Berufseinstieg, dem beruflichen Umfeld, ihren Zukunftsperspektiven und einer Bewertung ihrer Hochschulausbildung befragt. Die Daten beruhen auf einem Rücklauf von rund 6.200 Fragebögen.

Demnach ist die Arbeitslosigkeit bei Akademikern nach wie vor sehr gering. Sowohl für Fachhochschul- als auch für Universitätsabsolventen pendelt sie sich bereits ein halbes Jahr nach dem Examen bei rund fünf Prozent ein.

Angemessene Arbeitsplätze

Einen kurzfristigen leichten Anstieg gibt es nur nach dem Ende der zweiten Ausbildungsphasen, wie etwa dem Referendariat oder der Promotion.

Auch was die Angemessenheit der Beschäftigung anbelangt, zeigten sich die Befragten mit 84 Prozent in ihrer großen Mehrheit zufrieden. Zahlreiche Promotionsstudenten übten aber Kritik an der Dauer der Promotion.

Von denen, die ihre Promotion bereits abgeschlossen hatten, hielten 46 Prozent die Dauer dafür für zu lang. Bei einer früheren Umfrage unter den Promovierten des Jahrgangs 1993 waren es erst 35 Prozent.

Die HIS-Experten gehen davon aus, dass die zunehmende Kritik auch mit der realen Verlängerung der Promotionszeit (1997: durchschnittlich 42 Monate gegenüber 38 in 1993 - ohne Medizin) zusammen hängt. (juh)

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