Wenige managen Talente strategisch

von Christiane Düthmann
Freitag, 19. August 2011
Talent Management, Global Succession Management, Demografiemanagement: Derartige Begriffe kursieren seit längerem durch die Personalabteilungen. Die Sorge wächst, Schlüsselpositionen nicht schnell genug nachbesetzen zu können.
Das Beratungsunternehmen Netales hat dies zum Anlass genommen, eine qualitative Studie unter HR-Entscheidern aus unterschiedlichen Branchen durchzuführen. Dazu befragte sie mehr als 50 Personalverantwortliche in Tiefeninterviews.

Das Ergebnis ist "ernüchternd", findet Eva-Miriam Böttcher, Partnerin bei Netales. Denn nur zwei der Unternehmen "verfügen über eine ausgefeilte Talent-Management-Strategie, die auch in der betrieblichen Realität mit aufeinander abgestimmten Instrumenten umgesetzt wird".

Keine einheitliche Definition

Zudem gehe das Verständnis von Talent Management sehr weit auseinander und lasse keine einheitliche Definition zu. Eine klare Abgrenzung zum Performance Management sei oft nicht auszumachen. Böttcher stellt außerdem fest, dass "der Reifegrad des Talent Managements mit den dazugehörigen Instrumenten in den meisten Unternehmen noch gering ist".

Zwar werde das Thema von allen Befragten als sehr wichtig erachtet. Oft aber bleibe es in der Personalentwicklung regelrecht stecken. "Talent Management wird nicht mit den entscheidenden Stakeholdern verzahnt und durch diese unterstützt", so Böttcher. (cd)

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