DHV empfielt mäßige Lohnerhöhung

von Judit Hillemeyer
Mittwoch, 02. Februar 2005
Der DHV-Hauptvorstand spricht für seine Tarifkommissionen die Empfehlung aus, mit den Zielen der Sicherung von Arbeitsplätzen und der Kaufkraft der Beschäftigten in die Tarifrunde 2005 zu gehen.



Angesichts der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Lage in vielen Branchen und der anhaltenden Massenarbeitslosigkeit hat die Sicherung von Arbeitsplätzen die höchste Priorität.

Mit einer moderaten Tarifpolitik will der DHV seinen Teil zur Vermeidung von Arbeitsplatzabbau beitragen. Gleichwohl dürfe es keine Stagnation bei den Löhnen und Gehältern geben.

Zumindest müsse ein Inflationsausgleich stattfinden, damit die Kaufkraft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesichert bleibt. Dies sei ein volkswirtschaftlich notwendiges Gebot, heißt es.

Demotivation vermeiden

Eine Reduzierung von Sonderzahlungen oder eine allgemeine Verlängerung der Wochenarbeitszeit dagegen seien - von begründeten Ausnahmen abgesehen - keine Rezepte zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Bei einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit erhöht sich die Gefahr der Freisetzung von Arbeitskräften, wenn der Arbeitsanfall nicht entsprechend der Erhöhung der Wochenarbeitszeit steigt.

Eine Reduzierung oder gar ein Wegfall von Sonderzahlungen bringe nur geringe finanzielle Entlastungen, demotiviere aber die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Der DHV empfiehlt seinen Tarifkommissionen deshalb, je nach wirtschaftlicher Lage der Branche mit einer Forderung von bis zu 3 Prozent in die Tarifrunde 2005 zu gehen. Die Wochenarbeitszeit und die Sonderzahlungen sollen möglichst unangetastet bleiben. (juh)

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