Erfolg braucht Engagement

von Redaktion LZ
Freitag, 09. Juli 2004
Die Leistungsbereitschaft und das Engagement der Mitarbeiter in wachstumsstarken Unternehmen liegt um über 20 Prozent höher als in Unternehmen mit geringem Wachstum.



Nach der branchenübergreifenden Studie der Managementberatungen Hewitt und Kienbaum, die auf Daten von weltweit über 4 Millionen Mitarbeitern basiert, leisten die engagierten Mitarbeiter einen deutlich positiven Beitrag zum Unternehmenserfolg.

Die Experten verglichen das Engagement von Arbeitnehmern in Unternehmen mit zweistelligen Wachstumsraten (den so genannten "double-digit-growth" Companies) mit denen, die in Firmen arbeiten, deren Wachstumsrate unter 10 Prozent liegt.

Dieses Engagement ergibt sich nach Definition der Analysten aus positiven Äußerungen der Mitarbeiter über ihren Arbeitgeber gegenüber Dritten, wie stark der Wunsch ist, langfristig im Unternehmen zu bleiben und in welchem Maß er bereit ist, sich für den Unternehmenserfolg einzusetzen.

Hewitt-Berater Dr. Wolf-Bertram von Bismarck, deckt dabei für ihn falsche Annahmen auf. So argumentierten viele Experten, dass hohe Unternehmensgewinne die Mitarbeiter zu größerem Leistungswillen beflügele.

Transparente Karrierewege

Die aktuelle Untersuchung zeige jedoch, dass ein hohes Engagement der Mitarbeiter häufig die Grundlage für besserer Unternehmensergebnisse ist.

Umsatzstarke Unternehmen zeichneten sich auch dadurch aus, dass sie verstärkt Feedback-Instrumente nutzten und Karrierewege transparent aufzeigten.

Zudem seien die Führungspersönlichkeiten präsenter. Diese Strukturen beeinflussten das Engagement der Mitarbeiter mindestens ebenso stark wie die wirtschaftlichen Kennzahlen für Umsatz und Wachstum.

Demnach ist die Mitarbeiterbindung in erfolgreichen Unternehmen und die Identifikation mit der Arbeit wesentlich höher als in leistungsschwachen Unternehmen.

So ist ein Ergebnis der Studie, dass Angestellte in leistungsstarken Unternehmen um 17 Prozent mehr die Ziele ihres Unternehmens kennen als die anderer Firmen.

Auch die Kommunikations- und Motivationsinstrumente seien hier effektiver, zudem werde sich intensiver auf die Förderung und Bindung der Mitarbeiter konzentriert.

Die Zufriedenheit der Arbeitnehmer mit den Möglichkeiten zur individuellen Kompetenzerweiterung und somit zur langfristigen Weiterentwicklung läge hier um 18 Prozent höher.

Bedürfnisse der Mitarbeiter

Ein weiterer Unterschied, der zu mehr Engagement beiträgt: Das Instrument der Mitarbeiterbefragung werde von den "attraktiven" Arbeitgebern nahezu doppelt so häufig eingesetzt wie von den erfolgloseren.

Sie können so frühzeitig auf Konfliktsituationen und die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter reagieren.

Wie die Untersuchung weiter zeigt, sind die Führungskräfte schnell wachsender Unternehmen in allen untersuchten Organisationen durchgängig um 25 Prozent engagierter als andere Mitarbeitergruppen.

In zweistellig wachsenden Unternehmen liege ihr Engagement sogar um 33 Prozent über dem der übrigen Mitarbeiter. (ba)

Schlagworte zu diesem Artikel:

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats