Unfälle im Einzelhandel

von Judit Hillemeyer
Freitag, 28. Juli 2006
Im vergangenen Jahr gab es im Einzelhandel 48.600 meldepflichtige Unfälle. 36.940 davon waren Arbeitsunfälle, 11.162 Wegeunfälle und 498 Dienstwegeunfälle, teilt der Einzelhandelsverband Westfalen-Mitte mit. Der Verband bezieht sich auf die Statistik der Berufsgenossenschaft.



Die meisten Arbeitsunfälle im Handel geschahen demnach im Zusammenhang mit Fußböden, Treppen und Leitern (24 Prozent). "Manche Unfälle hätten sich bei mehr Sorgfalt vermeiden lassen", beklagt Dr. Wilm Schulte, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Mitte.

Routine ist gefährlich

Man könne nur an alle Verantwortlichen in den Betrieben appellieren, die notwendige Sorgfalt walten zu lassen. Oft schleiche sich Routine im Umgang mit Fragen der Sicherheit ein. Die alltägliche Routine führe eben zu dieser Leichtsinnigkeit. Tödliche Unfälle im Einzelhandel gab es im vergangenen Jahr 58, lediglich 14 davon ereigneten sich im Betrieb.

Davon sind vier Todesfälle auf Raubüberfälle zurückzuführen, die restlichen zehn hatten unterschiedliche Ursachen. So wurde zum beispielsweise eine Person beim Füttern von einer Tigerpython gebissen, eine andere wurde beim Aufbau eines Marktstandes im Dunkeln von einem Lkw überfahren, wieder eine andere ist beim Entladen von Möbelteilen erschlagen worden.

43 tödliche Unfälle ereigneten sich im Straßenverkehr, davon waren lediglich sechs Dienstwegeunfälle. (juh)

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