Verantwortung und Reputation

von Judit Hillemeyer
Freitag, 01. Dezember 2006
Viele Unternehmensmanager glauben, dass Verantwortung ein wesentlicher Treiber der allgemeinen Reputation ist.



Eine Mehrheit von 79 Prozent befragter internationaler Führungskräfte aus der Wirtschaft ist der Überzeugung, dass Unternehmen mit einer starken Historie unternehmerischer Verantwortlichkeit ihre Reputation nach einer Krise schneller wiedererlangen als Unternehmen mit einer schwächeren Historie.

Dieser Befund besitz offenbar weltweit Gültigkeit, wie sich mit der Studie "Safeguarding Reputation (TM)" belegen lässt. Sie wurde von der PR-Firma Weber Shandwick in Zusammenarbeit mit KRC Research durchgeführt, die dafür 950 Führungskräfte in elf Ländern in Nordamerika, Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum befragt haben.

"Die Wiedererlangung der Reputation wird immer mehr durch finanzielle Kennzahlen getrieben", sagt Brendan May, International Head of Corporate Responsibility&Sustainability bei Weber Shandwick.

"Aber", fährt sie fort, "während soziale, wirtschaftliche und politische Themen zunehmend Einfluss auf Verbraucher- und Marktfragen gewinnen, erkennen Unternehmen nun, dass eine Historie unternehmerischer Verantwortlichkeit vor einer langfristigen Reputationsschädigung schützen kann."

Verantwortlichkeit sei kein {sbquo}Schön-zu-Haben' mehr, sondern ein absolut erforderlicher unternehmerischer Auftrag.

"Unternehmen haben die Tatsache erkannt, dass heutzutage Verantwortlichkeit ein absolutes Muss für die Errichtung einer starken Reputation ist.

Führungskräfte verstehen, dass verantwortliche Unternehmen die besten Talente anziehen, wertvolles Vertrauen gewinnen und positive Mund-zu-Mund-Propaganda generieren", fügt Micho Spring, Vorsitzender der U.S. Corporate Practice von Weber Shandwick hinzu.

Die befragten Manager wurden außerdem gebeten, Faktoren zu bewerten, die heutzutage zur Erlangung einer Firmenreputation führen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) antwortete, dass Anerkennung für ein Engagement für Unternehmensverantwortlichkeit "stark" zur allgemeinen Reputation eines Unternehmens beiträgt.

Ein größerer Anteil der Führungskräfte in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum stimmte der Bedeutung der Unternehmensverantwortlichkeit als treibender Faktor für Reputation bei, als dies in Nordamerika der Fall war.

KPMG International meldet sogar, dass 52 Prozent der 250 größten Firmen der Fortune-500-Liste Berichte über die soziale Verantwortlichkeit des Unternehmens veröffentlichen. Dies entspricht einer Steigerung von 45 Prozent während der letzten drei Jahre. (juh)

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