Verdi bildet Team für Netto

von Hans Jürgen Schulz
Freitag, 10. September 2010
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will den Edeka-Discounter Netto künftig genauer in den Blick nehmen und gründet dafür sogar ein eigenes Betreuungs-Team.
Nach LZ-Informationen will die Gewerkschaft sowohl auf Bundesebene als auch auf Regionalebene Mitarbeiter abstellen, die sich speziell um die Belange der Netto-Mitarbeiter kümmern. Bei Verdi selbst bezeichnet man dieses Vorgehen als "außergewöhnlich aufwändigen Schritt". Man sehe jedoch zunehmend die Notwendigkeit, Netto intensiver als bisher zu beobachten.

Dabei hatten die Arbeitnehmervertreter sich erst zu Anfang dieses Jahres mit der Netto-Geschäftsführung darauf geeinigt, die Tarifbindung sowohl im Einzelhandel als auch im Großhandel herbeizuführen. Für den Bereich Einzelhandel ist diese Regelung seit Mai in Kraft. Doch auf Arbeitnehmerseite mehren sich Zweifel, dass diese Verpflichtungen von Netto auch eingehalten werden.

Besonders im Fokus steht dabei die Entlohnung von geringfügig Beschäftigten, deren Zahl stetig steige. Ein weiterer Kritikpunkt ist die aus Sicht der Arbeitnehmervertreter hohe Arbeitsbelastung weiter Teile der Belegschaft, insbesondere auch der Filialleiter. (hjs)

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