Gehaltsstudie von Michael Page Verdienstmöglichkeiten in Logistikberufen schwanken stark

von Silke Biester
Freitag, 10. Oktober 2014
Fixgehalt plus Bonus: Wer es ins Mittelmanagement schafft, profitiert von ansehnlichen Zusatzleistungen.
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Fixgehalt plus Bonus: Wer es ins Mittelmanagement schafft, profitiert von ansehnlichen Zusatzleistungen.
Fach- und Führungskräfte verdienen in Logistik und Beschaffung durchschnittlich 71.400 Euro. Doch wer sich gezielt weiterentwickelt, kann deutlich mehr bekommen. Das zeigt die neue Gehaltsstudie "Procurement & Supply Chain" von Michael Page.
Die Berufsbilder in der Logistik befinden sich im Wandel. Der Trend von der klassischen Logistik und Warenwirtschaft hin zum übergeordneten Supply Chain Management, zeigt sich auch bei den Gehältern: Ein Logistikmanager im mittleren Management verdient im Schnitt 62.500 Euro, ein Leiter Warehouse kommt auf 66.800 Euro. Der Supply Chain Manager erhält 79.200 Euro.

Der Personalberater Michael Page Group zeigt in seiner aktuellen Gehaltsstudie, welche Faktoren sich positiv auf das Salär auswirken. "Wenn Sie ortsunabhängig sind, suchen Sie nach Jobangeboten in Süddeutschland", schlägt Timo Lüscher, Senior Associate bei Michael Page im Bereich Procurement & Supply Chain vor.

"Ein Umzug kann lohnenswert sein." Denn die besten Gehälter werden mit 74.000 Euro Fixum im Süden bezahlt. Im Westen und Norden liegt der Schnitt bei etwa 71.000 Euro. Im Osten sind es nur 67.100 Euro.

Zusatzleistungen wie variable Boni, Firmenwagen und andere geldwerte Vorteile steigern den durchschnittlichen Zahlbetrag auf ansehnliche 96.000 Euro. Ihr Umfang wächst mit dem Sprung ins mittlere Management von 24 auf 30 Prozent der Vergütung.

Der Handel hat im Branchenvergleich noch Potenzial: Dort verdienen die Arbeitnehmer in diesem Berufszweig nur 69.000 Euro. Die besten Einkommensperspektiven eröffnen die Automotive-Branche sowie und Pharma- und Chemieunternehmen mit 74  600 und 74.400 Euro.

Große Unternehmen zahlen besser als kleine

Die großen Unternehmen locken Mitarbeiter mit höheren Gehältern. In Konzernen sind es im Schnitt 74.800 Euro. In mittleren Unternehmen bis 2.000 Mitarbeitern liegt der Wert bei 72.400 Euro.

Kleinere mit bis zu 200 Mitarbeitern zahlen ein festes Brutto von 67.600 Euro im Jahr. Doch die kleinen Betriebe bieten die besseren Zusatzleistungen, die 37 Prozent des Fixums ausmachen. Den Nachteil beim Festgehalt gleicht dies jedoch nicht ganz aus.

Für Berufseinsteiger positiv sind der Studie zufolge die raschen Gehaltssprünge in der Beschaffung und Logistik: Bei den 24- bis 29-Jährigen liegt das Salär noch bei 45.500 Euro. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es schon 60.300 Euro, also 33 Prozent mehr. Und die 40- bis 49-Jährigen kommen mit 77.900 auf eine weitere Steigerung von 29 Prozent.

 

 

 

(sb)

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