Diversity bei Metro "Vielfalt in der DNA verankern"

von Christiane Düthmann
Freitag, 13. Juni 2014
Andrea Schmitz
Metro
Andrea Schmitz
Andrea Schmitz ist seit Mai 2013 Leiterin Employer Branding, Inclusion & Diversity bei Metro und erarbeitet mit ihrem Team HR-Prozesse und -Standards.




 

Frau Schmitz, beim Diversity-Tag ging es um den Umgang mit unbewussten Vorurteilen, die Entscheidungen beeinflussen. Wie reagiert man auf Stereotype?

Obwohl ich mir dessen bewusst bin, überrascht es mich immer wieder, wie einfach auch ich mich aufs Glatteis führen lasse. Man wird stereotypisches Denken nie komplett vermeiden können. Umso wichtiger ist es, Sorge zu tragen, dass man sich Stereotypen und deren Auswirkungen auf die eigenen Entscheidungen bewusst ist. Wir müssen "Awareness" schaffen, Aufmerksamkeit für Diversity-Belange bei allen Mitarbeitern. Zudem gilt es besonders, die Führungskräfte für die Bedeutung und damit verbundenen Fragen zu sensibilisieren.



Was sind bislang die größten Erfolge des Diversity-Managements bei Metro?

Ein großer Erfolg liegt darin, dass man Diversity heute nicht mehr nur als Frauenthema versteht, sondern das Thema ganzheitlicher angeht – nicht nur bei uns, sondern auch in anderen Unternehmen.

Und wo erleben Sie Widerstände?

Ich werde häufig mit der Frage konfrontiert, was Diversität eigentlich bringt. Daher bleibt es eine wichtige Aufgabe zu erklären, warum gemischte Teams effektiver sind und wie sie unser Geschäft nach vorn bringen können. Wir machen das Ganze ja nicht nur um der Vielfalt willen. Wir wollen mit Diversity Mehrwert generieren, der dem Unternehmen zugute kommt.



Können Sie den Nutzen von Diversity fürs Unternehmen messen?

In allgemeinen Untersuchungen zum Thema wurden zum Beispiel Zusammenhänge zwischen dem Grad der Diversität und dem Engagement der Mitarbeiter oder der Kundenzufriedenheit ermittelt. Ein direkter Return on Investment allerdings lässt sich noch nicht berechnen.



Was möchten Sie in zwei oder drei Jahren erreicht haben?

Ich hoffe, dass es eines Tages keinen Diversity-Manager mehr geben muss, der sich aktiv für diese Themen einsetzt. Vielfalt soll so in unser DNA und Unternehmenskultur verankert sein, dass es eine Selbstverständlichkeit ist.

(cd)

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