Mehr Multi-Kulti an der Spitze

von Christiane Düthmann
Donnerstag, 22. August 2013
Der Ausländeranteil in den Vorständen der DAX-30-Konzerne ist auf 29 Prozent gestiegen. Im Jahr 2000 kamen erst 13 Prozent der Top-Manager nicht aus Deutschland.
Von den 189 Top-Managern im DAX haben 55 eine ausländische Herkunft, meldet die Strategieberatung Simon-Kucher & Partners, die die Nationalitäten jährlich erfasst. Ein Viertel der 28 in diesem Jahr neu berufenen Vorstände sind Ausländer.


17 Nationalitäten sind in dem Börsensegment vertreten. Am häufigsten sind US-Amerikaner (16), Österreicher (7) und Briten (5). Regionen außerhalb Europas oder der USA spielen nur vereinzelt eine Rolle. Heraus sticht Indien mit vier Vorstandsposten, jeweils einen stellen Kolumbien, Neuseeland und Südafrika.

Während einige Unternehmen bereits deutlich über die Hälfte der Vorstandsposten mit Managern mit ausländischen Wurzeln besetzt haben (Fresenius 75 Prozent, Linde und SAP je 60 Prozent) gibt es auf der anderen Seite noch sieben Unternehmen mit ausschließlich deutschen Managern an der Spitze, darunter Beiersdorf.

Frauenanteil steigt wenig

#/ZT# Der Frauenanteil ist von 6,3 Prozent auf 7,4 Prozent weiter leicht gestiegen. Nachdem von 2011 auf 2012 noch mehr als ein Viertel der Neu-Vorstände weiblich waren (28 Prozent), sind es 2013 nur noch 11 Prozent der insgesamt 28 Neuberufungen. Inzwischen arbeitet in elf DAX-Unternehmen mindestens ein weiblicher Vorstand, bei Telekom, Lufthansa und Siemens sind es jeweils zwei.

(cd)

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