Kunden brauchen Orientierung

von Judit Hillemeyer
Freitag, 12. Januar 2007
Foto: Wirichs
Foto: Wirichs



Peter Wirichs, Anne Wirichs-Doetsch (v.l.)
die beiden Preisträger Klaus Helnerus
und Benedikt Bartmann sowie
Christa Thoben, NRW-Wirtschaftsministerin



Zum sechsten Mal zeichnete die Wolfgang Wirichs Stiftung mit ihrem Förderpreis Handel Menschen aus, deren Arbeiten zu neuartigen Problelösungen für den Handel führen. Benedikt Bartmann aus Frankfurt/Oder und Klaus Helnerus aus Bergisch-Gladbach sind die diesjährigen Preisträger.

Sie wurden von Schirmherrin Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und Anne Wirichs-Doetsch, Vorsitzende der Wolfgang Wirichs Stiftung, für ihre Untersuchungen ausgezeichnet.

Benedikt Bartmann beschäftigte sich in seiner Dissertation mit der Betrachtung des "Orientierungsverhaltens im Einzelhandel". Er untersuchte, wie sich Menschen bei ihren Einkäufen verhalten, wie stark ihr Wissen um die gedanklichen Bilder der Einkaufsstätten ist und weshalb sie sich für eine Einkaufsstätte entscheiden.

Ergebnis seiner Arbeit: Die gedanklichen Bilder werden um so prägnanter, je orientierungsfreundlicher der Laden ist.

Fehlende Artikel (Out-of-Stock) führen zu Verärgerung, zur Abwanderung und manchmal auch zum Geschäftswechsel. Das hat Klaus Helnerus in seiner von der Wolfgang Wirichs Stiftung ausgezeichneten Arbeit umfassend untersucht.

Klaus Helnerus hat in seiner Dissertation Lösungen zur Minimierung der Out-of-Stock Situationen für die Praxis aufgezeigt. Er hat nicht nur Wege aufgezeigt, wie man teure Lücken im Regal aufdeckt, sondern auch, wie man diese vermeidet.

Die Stiftung und ihr Förderpreis sind nach Wolfgang Wirichs (1922-2005) benannt. Er übernahm das von seinem Großvater 1886 gegründete Unternehmen und fügte als erster Lebensmittler Deutschlands weitere Unternehmenszweige (Baumärkte und Gartencenter) dazu. Anlässlich seines 70. Geburtstages wurde die Stiftung ins Leben gerufen.

Derzeit läuft die Ausschreibung für den siebten Förderpreis der Wolfgang Wirichs Stiftung. Mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis werden Projekte ausgezeichnet, die sich mit Innovationen im Handel befassen. Sie müssen an deutschen Universitäten, Fachhochschulen und/oder Bildungseinrichtungen des Handels entwickelt oder durchgeführt werden. (juh)

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