Hohe Arbeitsbelastung

von Redaktion LZ
Freitag, 09. November 2012
LZnet. Gewinnung und Bindung von Leistungsträgern und Talenten ist in Deutschland besonders schwierig. Das zeigt eine Studie von Towers Watson.
Rund 40 Prozent der deutschen Unternehmen gehen davon aus, dass die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter unausgewogen ist. Zudem berichten fast 60 Prozent, dass die Beschäftigten häufig unter großem Druck arbeiten. Im internationalen Vergleich haben sie besonders große Schwierigkeiten, Leistungsträger und Nachwuchstalente zu rekrutieren und zu binden.

Zu diesem Ergebnis kommt die Towers Watson "Global Talent Management & Rewards Study 2012". Sie analysiert die Herausforderungen im Vergütungs- und Talentmanagement. "Wenn Unternehmen optimieren, führt dies zu einer erhöhten Arbeitsbelastung. 

Mehrarbeit darf nicht zum Standard werden

Viele Mitarbeiter sind dazu auch bereit", weiß Olaf Lang, Leiter des Beratungsbereichs Talent & Rewards bei Towers Watson. "Wird daraus jedoch ein Dauersprint, leidet das Engagement der Mitarbeiter."

Die Studie zeigt, dass eine gute Work-Life-Balance Mitarbeiter motiviert, nicht nur kurzfristig, sondern regelmäßig gute Ergebnisse abzuliefern. Arbeitsbezogener Stress gehört dagegen zu den wichtigsten Gründen für Jobwechsel.

Dementsprechend haben 70 Prozent der hiesigen Unternehmen Schwierigkeiten, ihren High Potentials den Verbleib in der Firma schmackhaft zu machen, aber nur 54 Prozent weltweit. Auch Hochschulabsolventen laufen den deutschen Firmen eher davon (34 Prozent) als denen im Ausland (20 Prozent).

Noch schwieriger ist es für deutsche Unternehmen, Leistungsträger und talentierte Nachwuchskräfte zu rekrutieren: Während weltweit rund 60 Prozent der Unternehmen von Engpässen berichten, sind es hierzulande rund 80 Prozent. Angesichts der Knappheit sei es ratsam, genauer auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen, lautet das Fazit der Studienmacher.

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