YBF bei Edeka Südwest Branchennachwuchs setzt die Kundenbrille auf

von Maike Backhaus und Silke Biester
Donnerstag, 16. Februar 2017
Das Top-Team der Edeka Südwest hat die Young Business Factory zusammen mit den Geschäftsführern der Regionalgesellschaft auf der Bühne gestaltet.
T. Fedra
Das Top-Team der Edeka Südwest hat die Young Business Factory zusammen mit den Geschäftsführern der Regionalgesellschaft auf der Bühne gestaltet.
Wie bekommt man die Sau in die Wurst, Kunden in die Märkte und motivierten Nachwuchs ins Unternehmen? Das und vieles mehr war Thema bei der Young Business Factory (YBF) der Lebensmittel Zeitung bei Edeka Südwest.


Die jüngste YBF stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Die 23 Top-Nachwuchsführungskräfte der Edeka Südwest präsentierten Themen rund um Nachhaltigkeit, Nachwuchsförderung, Erlebniseinkauf und Regionalität zusammen mit der Geschäftsführung. Zum Auftakt in der Kochfabrik des Scheck-in-Centers betont Südwest-Chef Rainer Huber die Bedeutung dieses Talentpools: Er selbst war als "Top-Nachwuchs" 16 Jahre zuvor schon einmal an einer YBF beteiligt.

Rund 100 YBF-Teilnehmer aus Handel und Industrie nutzten die Chance zum Networking. "Genau dieser Austausch ist für mich das Besondere an der YBF", findet Lara Biermann von der Rewe Dortmund.Einen kleinen Vorgeschmack auf das Programm am nächsten Tag gab es in Form von Fleisch- und Fisch-Kreationen, hergestellt vom Spitzenkoch und Spezialisten mit Produkten der Edeka Südwest.

Führung durchs Scheck-in-Center

Beim Store-Check konnten die YBFler auf 3.700 qm den Erlebnis-Einkauf im Scheck-in-Center erkunden. Marktleiter Albert Doll führte persönlich an der 13 Meter langen Fischtheke und der 12 Meter langen Käse-Theke vorbei und beantwortete Fragen zum Markt-Konzept. 105 Mitarbeiter, darunter Käse-Sommeliers und Seafood-Experten werden vom Marktleiter stolz als "seine Eigengewächse" vorgestellt. Auch eine eigene Kaffee-Rösterei, eine umfangreiche Weinabteilung inklusive Produkte der Hausmarke Ortenauer Weinkeller gehören dazu, die die Teilnehmer am nächsten Tag noch genauer kennenlernen. Felix Stickel von Nestlé fand besonders die Vertikalisierung beeindruckend, mit der Edeka Südwest Eigenprodukte herstellt.

Am zweiten Tag erörtern die Führungskräfte und Experten aus dem Top-Team der Edeka Details der Erfolgsstrategie. Thomas Koppel, Gebietsverkaufsleiter von Neukauf, und Daniel Brand, Leiter Marketing und Vertrieb Schwarzwald-Sprudel und Ortenauer Weinkellerei, setzten den Teilnehmern die Kundenbrille auf, nahmen sie mit auf einen Spaziergang im Kopf des Kunden. Sie zeigten, wie man von der Kasse rückwärts denkt - anhand des Projekts "Umstellung Ortenauer Weinkeller". "Wir haben Kunden befragt und uns überlegt, wie wir uns als Verbraucher verhalten würden. Auf dieser Grundlage haben wir ein neues Sortiment entwickelt", erklärt Brand. Das Ziel sei mehr Orientierung sowie Struktur für den Kunden und mehr Klarheit im Regal zu schaffen, erläutert Koppel. "Es ist ein großes Highlight, bei einem Marktführer so tiefe Einblicke zu bekommen", kommentiert YBF-Teilnehmer Uwe Seilberger von Nestlé.

Save the Date

Die nächste Young Business Factory (YBF) der LZ findet am 30./31. Mai 2017 in Hamburg statt. Unter dem Motto "Marken-Upgrade – Umsatz-Booster punkten auf der Fläche" geben die Kooperationspartner Edeka Feinkost Meyer und Carl Kühne sowie weitere erfolgreiche Marktteilnehmer Einblicke in ihre Strategie.

Nicht fehlen durfte die Besichtigung des Fleischwerks, in dem wöchentlich 16.000 Schweine unter anderem zu Hackfleisch und Wiener Würstchen verarbeitet und verpackt werden. "Wir legen Wert auf Transparenz und zeigen die Produktion, wie sie ist", erklärt Jürgen Mäder, Geschäftsführer Fleisch.

Wie man in Zeiten von Fachkräftemangel motivierten Nachwuchs findet, der solche Projekte in Zukunft umsetzen kann, erklärte Personalentwicklerin Sandra Reinemund. "Unsere Devise lautet, Aufmerksamkeit kreieren." Auch hier geht der Marktführer unkonventionelle Wege, stürmt Schulen in Panda-Kostümen, holt den Nachwuchs mit einem Edeka-Bus ab und vermittelt Edeka-Wissen unter den Mitarbeitern spielerisch über die Quiz-App Wizz-Up. Es gehe um die richtige Ansprache und darum, zeitgemäße Medien zur Vermittlung zu verwenden. Durch neue Berufsbeschreibungen werden für Jugendliche eher unattraktiv klingende Berufe wie Fleischfachverkäufer zu Frischespezialisten oder Fischfachverkäufer zu Seafoodexperten.

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