Qualifikation für Lebensmittelprofis

von Judit Hillemeyer
Freitag, 08. Mai 2009
Foto: ZHAW
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Der Lehrgang "Excellence in Food" geht im Juni an der Food Business Akademie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften an den Start. Drei Schweizer Institute betreiben eine holistische Wissensvermittlung.



Interdisziplinärer Studiengang

Die Lebensmittelbranche ist groß, vielschichtig und komplex - ohne eine eigene Alma Mater, beklagt Thomas Bratschi, Geschäftsführer der Agentur B&F Concepts. Vor diesem Hintergrund initiierte er zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) das Weiterbildungsangebot "Excellence in Food" unter der Marke Foodward.

Angewandte Wissenschaft: ZHAW vermittelt umfassende Einblicke ins Food-Geschäft.

Die Leitung hat Dr. Sandra Burri inne. Sie entwickelte mit den Instituten für Lebensmittel- und Getränkeinnovation, Facility Management sowie Umwelt und Natürliche Ressourcen das Weiterbildungsprogramm. Zu den Praxispartnern gehören Hilcona, Coop und Marinello.

Zielgruppe der Qualifizierung sind Lebensmittelprofis aus dem Groß- und Einzelhandel, dem produzierenden Gewerbe, der Industrie und Gastronomie, die einen horizontalen oder vertikalen Karriereschritt anstreben.

Die drei Institute der Schweizer Fachhochschule wollen eine Vernetzung der Kompetenzen zugunsten einer ganzheitlichen, praxisnahen Wissensvermittlung garantieren. Sie verstehen sich in ihrem Zusammenspiel als "ein Spiegelbild der Nahrungsmittelwirtschaft", erklärt Bratschi.

Auf diesem Weg wollen sie Antworten auf komplexe Fragestellungen der Lebensmittelbranche geben. Thematisiert werden wirtschaftliche Potenziale, gesellschaftliche Schnittstellen und politische Abhängigkeiten aller Wirtschaftspartner. Mit der Globalisierung entstehen neue Strukturen auf einem internationalen Markt - mit erhöhten Risiken für alle beteiligten Akteure. Dazu gehören ein verändertes Konsumverhalten der Verbraucher sowie kulturelle Aspekte, so Bratschi.

Freie Wahl der Kurse

Um die künftigen Herausforderungen und Aufgaben zu bewältigen, die an die Lebensmittelbranche gestellt werden, ist das Weiterbildungsprogramm auf drei Ebenen konzipiert. Die erste beschäftigt sich mit dem Themenfeld Mensch und Gesellschaft.

Hier werden fünf Module zu den Bereichen Ernährung und Gesundheit angeboten. Die zweite konzentriert sich auf die Wertschöpfungskette. Hier stehen sechs Module zur Auswahl, beispielsweise der Wettbewerbsfaktor Qualitätslabel.

Die dritte Ebene beschäftigt sich mit den Werkzeugen und bietet fünf Lehrgänge an. Neben Finanzen ist dies auch das Supply Chain Management. Sämtliche Module sind frei kombinierbar und können einzeln belegt werden.

Das Programm besteht aus insgesamt sechzehn Bausteinen à fünf "Credit Points". Teilnehmende, die zwei Module besuchen, schließen mit einem CAS, Certificate of Advanced Studies, ab. Mit sechs absolvierten Modulen erreicht man einen DAS-Abschluss, Diploma of Advanced Studies. Das Examen zum Master of Advanced Studies (MAS) ist noch im Schweizer Gesetzgebungsverfahren. Weitere Informationen sind hier erhältlich. (juh)

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