Manager verdienen weniger

von Redaktion LZ
Freitag, 26. Juni 2009
LZ|NET. Die Gesamtgehälter von Führungskräften in Österreich sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Die schlechte Ertragslage vieler Unternehmen wird dafür verantwortlich gemacht.

Insgesamt verdient eine Führungskraft der ersten Ebene aktuell im Schnitt 246.000 Euro im Jahr (2008: 271.000 Euro). Auf der zweiten Ebene sind es 138.000 Euro (2008: 14..000 Euro), und auf der dritten Ebene beträgt das durchschnittliche Jahresgesamtgehalt 92.000 Euro (2008: 94.000 Euro). Das ergab die aktuelle Studie der Managementberatung Kienbaum zur Vergütung von Führungskräften in Österreich. Dazu wurden die Daten von 1.768 Positionen in 259 Unternehmen untersucht.

"Wegen der schlechten Ertragslage vieler Unternehmen wurde häufig nur ein geringer oder gar kein Bonus ausbezahlt. Das macht sich bei den Chefs der ersten Ebene am stärksten bemerkbar, weil dort der variable Anteil am Gesamtgehalt am größten ist", sagt Maria Smid, Vergütungsexpertin bei Kienbaum in Wien.

Obwohl die Gesamtvergütung rückläufig ist, sind die Grundgehälter der österreichischen Führungskräfte im Vergleich zu 2008 gestiegen: Auf der ersten Ebene um 3,4 Prozent, auf der zweiten um 3,9 Prozent und auf der dritten Ebene um 3,8 Prozent.

Die Gehaltsunterschiede zwischen Stadt und Land sind beträchtlich: Das Niveau der Führungskräfte in Wien liegt zwölf Prozent über dem Österreich-Schnitt, Salzburg immerhin noch zwei Prozent.

Unterdurchschnittlich verdienen Verantwortliche im Burgenland, wo das Vergütungsniveau fünf Prozent darunter liegt, und in Kärnten mit minus acht Prozent.

Die geografische Verantwortung hat ebenfalls Einfluss auf die Gehaltshöhe: Führungskräfte mit CEE-Verantwortung verdienen deutlich mehr als ihre Kollegen ohne Mittel- und Osteuropa-Verantwortung.

Auf der ersten Ebene erhalten sie 278 000 Euro im Jahr, während bei ihren Kollegen im Schnitt nur 227 000 Euro auf dem Gehaltszettel stehen.

Auch die Einstiegsgehälter variieren erheblich: Am besten verdienen Universitäts-Absolventen mit Magister- oder Mastertitel.

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