Nachhaltigkeit Aus Mitarbeitern werden Botschafter

von Redaktion LZ
Freitag, 29. November 2013
Management im Schuldienst: Henkel-Vorstandsmitglied Bruno Piacenza beim Nachhaltigkeitsunterricht mit Drittklässlern der Konkordia-Grundschule in Düsseldorf.
Management im Schuldienst: Henkel-Vorstandsmitglied Bruno Piacenza beim Nachhaltigkeitsunterricht mit Drittklässlern der Konkordia-Grundschule in Düsseldorf.
LZnet/Christiane Düthmann. Henkel will das Thema Nachhaltigkeit stärker in der Belegschaft verankern und hat dazu ein weltweites Schulungsprogramm aufgelegt. Bislang haben sich mehr als 1.300 Mitarbeiter zu "Nachhaltigkeitsbotschaftern" weitergebildet.
Nachhaltigkeit – dieses Thema soll jeder der rund 47.000 Henkel-Mitarbeiter auf dem Schirm haben. Im Rahmen von 600 "Action-Plan-Meetings" wurde die Strategie an alle Beschäftigten des Konzerns kommuniziert. Wer möchte, kann noch tiefer in die Materie einsteigen, sich zum "Nachhaltigkeitsbotschafter" qualifizieren und anschließend sein Wissen an Kollegen, Kunden, Lieferanten oder auch an Schüler weitergeben.

Nach einer Pilotphase im Unternehmensbereich Laundry & Home Care wurde das Botschafterprogramm auf das gesamte Unternehmen ausgeweitet. "Bislang haben mehr als 1.300 Kollegen mitgemacht – und das freiwillig", sagt Uta Steffen-Holderbaum.

Sie ist Director Sustainability Laundry & Home Care bei Henkel und verantwortlich für das Programm. Seit Anfang dieses Jahres besuchen die geschulten Mitarbeiter Grundschulen auf der ganzen Welt, um mit Kindern Lösungsansätze für ein nachhaltigeres Verhalten im Alltag zu erarbeiten. Bis jetzt haben bereits mehr als 6.700 Kinder in 23 Ländern teilgenommen.

Vorbereitete Unterlagen für den Unterricht

"Das Schulprojekt ist das größte, globalste und einheitlichste Projekt, das an die Botschafterausbildung anknüpft. Jeder kann sich engagieren, unabhängig davon, in welchem Unternehmensbereich er arbeitet", erläutert Steffen-Holderbaum.

Dabei müsse niemand seine Stunden selbst vorbereiten: Unterlagen für den Unterricht stehen fertig vorbereitet in 26 Sprachen zur Verfügung. Ab dem nächsten Jahr soll es weitere Projekte geben, die dann auch andere Zielgruppen wie Kunden oder Lieferanten in den Fokus stellen.

Mitarbeiter, die sich dem Programm anschließen wollen, absolvieren eine Schulung und legen anschließend eine Prüfung ab. Für das Training werden E-Learning-Tools, Online-Webinare und Team-Trainings eingesetzt. "Jemand mit geringen Vorkenntnissen muss sich etwa einen Arbeitstag lang intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen", beschreibt Steffen-Holderbaum den Zeitaufwand.

Auch Top-Manager im Einsatz

Für die Schulungsmaßnahmen werden die Mitarbeiter freigestellt. Auch im Rahmen der Ausbildung hat das Thema inzwischen einen festen Platz. "Nachhaltigkeit ist fester Bestandteil des zweiten Lehrjahrs für alle Ausbildungsgänge, die wir anbieten."

Ein Erfolgsfaktor des Botschafterprogramms sei seine Offenheit für alle Henkel-Mitarbeiter. Die Führungskräfte unterstützten das Projekt nach Kräften. "Gerade auch die Top-Manager nehmen sich Zeit – sowohl für das Training als auch das Schulprojekt", so die Projektverantwortliche.

So unterrichte zum Beispiel Personalvorstand Kathrin Menges an diesem Freitag in einer Düsseldorfer Grundschule. Das macht Steffen-Holderbaum zuversichtlich für den weiteren Verlauf des Projekts: "Ich rechne damit, dass wir im nächsten Jahr mehrere tausend Botschafter haben werden."

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