Diversity bei Henkel "Es geht um Wertschätzung des Einzelnen"

von Christiane Düthmann
Freitag, 13. Juni 2014
Kirsten Sánchez Marín
Henkel
Kirsten Sánchez Marín
Kirsten Sánchez Marín leitet seit zwei Jahren den Bereich Global Diversity & Inclusion bei Henkel. Die Position gibt es seit 2006 im Konzern.


Frau Sánchez Marín, was ist Ihr Konzept in Sachen Diversity?

Ein vielfältiges Team allein reicht nicht. Unser Ansatz ist deshalb holistisch. Es geht um die Wertschätzung des Menschen als Individuum. Dazu geben wir Impulse. Wir entwerfen interne Programme und Modelle und rollen sie weltweit aus. Bei der Flexibilisierung der Arbeitszeit etwa geht es darum, unterschiedliche Auffassungen von Arbeitszeitmodellen in den lokalen Organisationen zu verankern. Für Bewerbungsverfahren geben wir klare Strukturen und das Bewertungsschema vor. Wir setzen Programme zur Mitarbeiterentwicklung auf und entwickeln auch selbst Trainings.



Sind Sie auch eine Anlaufstelle für die Mitarbeiter?

Ja, ich sehe mich als Inhouse-Consultant, das ist ein wichtiger Teil des Jobs. Ein weiterer ist Kommunikation, nach innen wie nach außen. Dieser Tage haben wir bei Henkel eine weltweite unternehmensinterne Kampagne gestartet. Das Motto lautet: "Inclusion starts with I". Das soll zum Ausdruck bringen, dass jeder Einzelne dafür verantwortlich ist, eine wertschätzende Unternehmenskultur zu schaffen.



Welche Rolle hat HR dabei?

Inklusion ist kein reines Personalthema; es betrifft die Unternehmenskultur und damit die gesamte Organisation. Die Themen sind relevant für jede Führungskraft und alle Mitarbeiter. Sie müssen von allen mit getragen und gelebt werden. Schon eine einzige abwertende Bemerkung in einem Team kann viel kaputtmachen.



Welche Diversity-Dimensionen stehen bei Henkel im Fokus?

In Deutschland spielt Gender-Diversity eine wichtige Rolle. Daneben ist für uns Internationalität von großer Bedeutung, wobei es weniger um einzelne Nationalitäten als vielmehr um den kulturellen Hintergrund geht. Eine dritte Facette ist das Thema Generationen. In Deutschland haben wir uns für 2014 den Aspekt "Menschen mit Behinderung" auf die Fahne geschrieben.

(cd)

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