Mondelez stellt sich als Arbeitgeber vor

von Redaktion LZ
Freitag, 26. April 2013
Leitet die Kampagne: Kai Thornagel
Mondelez
Leitet die Kampagne: Kai Thornagel
Aus Kraft Foods wird Mondelez. Am 29. April flaggen die Ländergesellschaften des Konzerns um. Zeitgleich startet in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Employer-Branding-Kampagne.
"Die Umfirmierung ist eine Chance für uns", sagt Kai Thornagel. Der 36-jährige Markenexperte ist seit viereinhalb Jahren bei Kraft Foods und leitet die Kampagne, mit der sich das Unternehmen unter seinem neuen Namen "Mondelez" ab dem kommenden Montag als Arbeitgeber empfehlen will.

Das Employer-Image von Kraft Foods sei sehr stark über die Produkte definiert gewesen. Nun will man darüber hinausgehen und vermitteln, für welche Werte und Kultur das Unternehmen steht, was es Einsteigern wie Professionals zu bieten hat und welcher Typ Mitarbeiter besonders willkommen ist.

Europaweite Mitarbeiterbefragungen hätten die Positionierung untermauert. Dennoch werde die neue Arbeitgebermarke gewissermaßen vom Reißbrett kreiert – eine Herausforderung, weiß Thornagel. Denn auf dem Arbeitsmarkt sei der neue Name bislang noch eine "Worthülse".

Guerilla-Aktionen geplant

Als Schwerpunkt der Aktivitäten hat sich Mondelez die Hochschulen ausgeguckt, denn dort kann das Unternehmen seinen potenziellen Führungsnachwuchs als besonders entscheidende Zielgruppe ansprechen. Zum Beginn des Sommersemesters werden Plakate geklebt, die neugierig machen sollen.

Zum Sommersemester startet eine Plakataktion an den Unis. Auch Guerilla- Aktivitäten sind geplant.
Mondelez
Auch "Guerilla-Aktionen" sind in Planung. So will der Hersteller seine Kampagnenmotive auch auf den Spiegeln in den Waschräumen schalten. Gleichzeitig wird eine neue Karriere-Website gelauncht. Im Mittelpunkt stehen Testimonials, die die Nutzer durch die Seiten führen. Unter der Rubrik "Voices" erzählen Angestellte von ihren Ideen und deren Umsetzungen.

So wird etwa die Entstehungsgeschichte von "Philadelphia mit Milka" erläutert. Aber es geht auch darum, wie man Job und Familie unter einen Hut bekommt. "Wir zeigen echte Mitarbeiter mit Namen und Positionen, denen nichts in den Mund gelegt wurde", betont Thornagel die Authentizität des Auftritts.

Sponsor für Startup-Weekend

Zum Gesamtkonzept gehört zudem ein "Startup-Weekend" vom 7. bis 9. Juni 2013 in Berlin. Diese ursprünglich aus den USA stammenden Events bringen Produktentwickler, Designer, Marketeers und andere an Innovationen Interessierte zusammen. In Kurzvorträgen werden Geschäftsideen geschildert, die dann ausgearbeitet und einer Jury vorgestellt werden.

Mondelez will als Hauptsponsor ein Wochenende zum Thema "Food-Innovationen" ausrichten. Dabei soll es nicht nur um neue Produkte gehen. Thornagel nennt zudem Apps, neue Vertriebskanäle oder Social Media als mögliche Ansatzpunkte. "Jeder kann mitmachen", hält er die Zielgruppe offen.

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