Initiative Nestlé schafft Jobs für die Jugend

von Christiane Düthmann
Freitag, 22. November 2013
„Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit intensiver adressieren“: Peter Hadasch.
„Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit intensiver adressieren“: Peter Hadasch.
Nestlé engagiert sich gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Mit der Initiative "Nestlé needs Youth" will der Konzern in den nächsten drei Jahren 20.000 Stellen für Menschen unter 30 Jahren schaffen.
Nestlé will in den nächsten drei Jahren im Konzern 20.000 Stellen für Menschen unter 30 Jahren in Europa schaffen und auf diese Weise ein Signal der Privatwirtschaft zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit setzen. Das betont Laurent Freixe, Europachef und Executive Vice President von Nestlé, bei der Vorstellung der Initiative "Nestlé needs Youth" in Athen.

Derzeit sei jeder vierte junge Mensch in Europa ohne Arbeit. "In Griechenland hat sogar die Hälfte der unter 25-Jährigen keinen Job", sagt Freixe. Insgesamt seien EU-weit mehr als 14 Millionen Menschen unter 30 Jahren ohne Job oder Ausbildung. Gleichzeitig werde Europa älter, und die Baby-Boomer gingen in Rente. "Wir brauchen unsere jungen Leute in Arbeit", unterstreicht Freixe die Notwendigkeit, aktiv zu werden.

 

„Die Wirtschaft muss einen Beitrag leisten“: Laurent Freixe.
LZ-Archiv




Bis 2016 will Nestlé für 10.000 junge Leute Vollzeitstellen in den verschiedensten Bereichen von Produktion über Marketing bis Forschung und Entwicklung schaffen. Daneben umfasse die Initiative 10.000 Praktikums-, Trainee- und Ausbildungsstellen, kündigt Freixe an.

Begleitend soll an Schulen und Hochschulen ein "Readiness for Work"-Programm die Arbeitsmarktchancen der Jugendlichen verbessern. Dazu zählen Bewerbungstrainings, Coachings und Tipps für den Lebenslauf.

Im Rahmen eines Bündnisses für die Jugend will der Konzern auch seine 63.000 Lieferanten in Europa mit ins Boot holen. Sie sind aufgefordert, sich der Beschäftigungsinitiative anzuschließen und ebenfalls Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen.

Deutsch-iberisches Solidaritätsprogramm

Allein in Deutschland werde Nestlé in den kommenden drei Jahren 2.420 Vollzeitarbeitsplätze, Ausbildungs- und Praktikumsstellen für junge Leute schaffen, präzisiert Peter Hadasch. Bezogen auf die Vollzeitstellen sei das kein Zuwachs gegenüber den derzeit üblichen Rekrutierungsraten. Mit Blick auf die Ausbildungsplätze ergebe sich ein Plus von 10 Prozent, rechnet der Personalvorstand von Nestlé Deutschland vor.

"Andere Länder haben mehr zu stemmen", hebt Hadasch vor allem das Engagement der südeuropäischen Standorte hervor. So müsse Spanien für 1.290 Jobs sorgen, Griechenland für 500. Frankreich hat mit 3.000 die höchste Vorgabe.

Die Zahl der Einstellungen ergebe sich aus der Größe des Unternehmens im jeweiligen Land und den Zukunftsprognosen. "Es geht uns darum, das Problem der Jugendarbeitslosigkeit intensiver zu adressieren", so Hadasch.

20.000 Stellen in den nächsten drei Jahren Bis 2016 will Nestlé konzernweit je 10.000 Vollzeitjobs sowie Praktikums- und Ausbildungsplätze bereitstellen. Die mehr als 20 Standorte in Deutschland beteiligen sich mit 2.420 Stellen und Qualifizierungsangeboten. Ein begleitendes "Readiness für Work"-Programm soll die Arbeitsmarktchancen der Jugendlichen verbessern. Die Lieferanten sind aufgefordert, sich im Rahmen eines Bündnisses für die Jugend an der Initiative zu beteiligen.


Der Personalchef skizzierte zudem ein "deutsch-iberisches Solidaritätsprogramm", durch das je fünf Spanier und Portugiesen pro Jahr in Deutschland Einstiegschancen erhalten sollen. Die ersten spanischen Jugendlichen durchlaufen derzeit im Dolce-Gusto-Werk in Girona ein Trainingsprogramm, um am 1. September 2014 im Partnerwerk Schwerin eine Lehre zu beginnen.

Kooperationspartner in Portugal ist die Universität Lissabon. Geeigneten Absolventen offeriert Nestlé im nächsten Jahr ein Traineeprogramm in Deutschland. Hadasch: "Damit wollen wir Vorreiter sein und zeigen, was möglich ist."

 

(cd)

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