Jugendarbeitslosigkeit Nestlés Job-Programm trägt erste Früchte

von Christiane Düthmann
Freitag, 13. Juni 2014
Erfahrungen sammeln: Bis 2016 sollen Jobchancen für rund 20 000 junge Menschen entstehen.
imago/Norber Fellechner, LZ-Archiv
Erfahrungen sammeln: Bis 2016 sollen Jobchancen für rund 20 000 junge Menschen entstehen.
Nestlé meldet erste Erfolge seiner vor einem Jahr ins Leben gerufenen "Youth Employment Initiative". Damit will der Konzern einen Beitrag gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa leisten. Bereits 4.000 Personen haben einen Job, einen Ausbildungs- oder einen Praktikumsplatz erhalten.
"Die ersten Ergebnisse unseres Programms sind sehr ermutigend – und dabei haben wir gerade erst angefangen." Mit diesen Worten kommentiert Laurent Freixe, Nestlé Executive Vice President und Direktor der Zone Europa, den Auftakt der Youth Employment Initiative.

Mit dem Vorhaben, das vor rund einem Jahr aus der Taufe gehoben wurde, will der Konsumgüterhersteller europaweit Jobperspektiven für mehr als 20.000 junge Menschen schaffen und auf diese Weise einen Beitrag zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa leisten (lz 47-13).

Bis 2016 sollen 10.000 Vollzeitstellen in den verschiedensten Unternehmensbereichen sowie ebenso viele Auszubildende-, Trainee- oder Praktikumsplätze angeboten werden. Ziel ist dabei, die professionellen Fähigkeiten der Teilnehmer zu stärken, damit sie Arbeitsplätze finden – bei Nestlé selbst, aber auch bei Lieferanten oder anderen Unternehmen.

Seit dem Start haben nach Nestlé-Angaben bereits mehr als 4.000 Menschen unter 30 Jahren profitiert. Rund 1.500 Personen haben einen regulären Vollzeitarbeitsplatz gefunden, weitere 1.500 haben Ausbildungsstellen erhalten oder nehmen an Trainingsprogrammen teil. "Außerdem haben mehr als 1  100 junge Menschen Teilzeitverträge bei Nestlé unterschrieben", heißt es in einer Zwischenbilanz weiter.

 

 

„Ermutigend“: Laurent Freixe zeigt sich mit dem Auftakt der Initiative zufrieden.
Ende Juni will Nestlé die zweite Stufe des Programms starten. Dann sollen auch Partner und Lieferanten einbezogen werden. Zur offiziellen Vorstellung dieser sogenannten Alliance for Youth in Lissabon erwartet der Konzern Vertreter der Europäischen Kommission, Politiker und Unternehmer aus ganz Europa.

Erste Früchte trägt auch das "deutsch-iberische Solidaritätsprogramm", das Nestlé zeitgleich mit der Youth Employment Initiative angestoßen hat. Dabei sollen in Deutschland bis 2016 je 15 Stellen an Spanier und Portugiesen vergeben werden. Ziel ist die berufliche Qualifikation zur Erhöhung der Karrierechancen sowohl im deutschen als auch im Heimatmarkt.

"Im Juli kommen die ersten fünf jungen Spanier nach Deutschland, heißt es aus der hiesigen Nestlé-Zentrale. Sie sollen an unterschiedlichen Standorten des Unternehmens ab September eine dreijährige Ausbildung in einem technischen Beruf absolvieren, zum Beispiel zum Mechatroniker oder Industriemechaniker.

Zudem erwartet der Konzern fünf Hochschulabsolventen aus Portugal. Die Ingenieure und Betriebswirte erhalten sechsmonatige Praktika. Beide Programme werden durch Deutschkurse ergänzt.

 

(cd)

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zu diesem Artikel?
Schicken Sie eine Email an die Redaktion.

Hier können Sie die Nutzungsrechte an diesem Artikel erwerben.

Meistgelesen

stats